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Willander sieht fern

„Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum“: Donauwelle und Trockenpocke

Es ist zu einem teils albernen, teils nachgerade anrührenden Ritual geworden, dass Wolfgang Joop im Verlauf der anstrengenden Beschau ein Stück Kuchen und Kaffee einfordert. Heidi Klum ordert das Gebäck mit quäkend-unduldsamer Stimme und kräht: „Donauwelle oder Trockenpocke?“ Offenbar hatte Joop vergangene Plunderstücke als zu wenig süffig empfunden. „Und noch einen Kaffee dabei?“ fragt Heidi mit der professionellen Interesselosigkeit einer Kaltmamsell, die weiß, dass der Herr gern etwas zum Herunterspülen hat. Später wird einer dieser Pappbecher mit Deckel und Trinköffnung auf die Bühne gebracht, und Joop nimmt den Becher etwas ängstlich und tatterig entgegen, weil er fürchtet, dass er zu heiß sei. „Ist der Kaffee sehr heiß?“ ruft er vom Podium, wie stets an niemand Bestimmten gerichtet. Und es antwortet auch niemand. Joop leckt am Deckel und grinst die Klum an. „Bitte nicht hinschauen!“ schreit die Vorsitzende.

Die zehnte Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ ist noch am Anfang – noch werden Hallen mit enthusiasmierten jungen Frauen samt Anhang gefüllt und Zirkuszelte, und Rathausplätze und Schulhöfe werden von einem gewaltigen schwarzen Reisebus heimgesucht, dem Heidi Klum und Thomas Hayo entsteigen. Man sollte meinen, dass die Roadshow etwa so aufgefasst würde wie die Ankunft von Gert Fröbe, der lustige Kasperlepuppen und Bonbons für kleine Mädchen mitgebracht hat – aber Klum und Hajo baden in der Menge, sie werden schrill umjubelt, melden sich bei lokalen Radiosendern an und lassen die großgewachsenen Schülerinnen gleich vor Ort eine Strecke staksen. Bereitwillig entledigen sich die frühreifen Jugendlichen ihrer Jacken und Pullover, auch ihrer Tops. Heidi Klum holt die Kundschaft an der Quelle ab. „Um ein Uhr ist Schulschluss“, bemerkt Hayo wie ein Peeping Tom auf dem Weg nach Nürnberg: Schnell, schnell, bevor alle zu Muttis Mittagessen laufen! Aber natürlich hat die ganze Schule gewartet.

Im Bus singt das Paar wie auf einer Klassenreise das Lied von Biene Maja und „My Way“, die Kamera zeigt den treuen Busfahrer. Einmal halten zwei Polizisten den Bus an – ein  willkommenes Intermezzo. Heidi läuft zum Fahrer und fragt mit der ihr eigenen Mischung aus aufreizender Keckheit, aufreizender Einfalt und aufreizender Ahnungslosigkeit: „Warum halten sie uns denn jetzt an? Wir sind nämlich auf dem Weg und suchen Mädchen.“ Die Schutzmänner wollen nicht hinderlich sein, führen aber dennoch die unnötige Routinekontrolle durch. „Was ist denn das für eine komische Drehscheibe?“ fragt Heidi. Ja, damit werden die Fahrt- und Ruhezeiten des Chauffeurs gemessen. Alles in Ordnung! Keiner arbeitet härter als Heidi selbst. Und schönen Abend noch!



Ozzy Osbourne: „Das war das beschissenste Jahr meines Lebens“

Es war ganz sicherlich eine harte Zeit für Ozzy Osbourne! Ende 2018 hatte der Black-Sabbath-Sänger eine Reihe von Gesundheitsproblemen zu bewältigen, darunter eine Staphylokokkeninfektion und eine Lungenentzündung. Anfang 2019 sorgte ein Sturz zu Hause dafür, dass Metallstangen, die Jahre zuvor nach einem Unfall in seinen Körper eingeführt worden waren, herausgerissen wurden. Alle seine Tourneedaten für 2019 mussten verschoben, da er den größten Teil des Jahres zur Erholung brauchte. Zuletzt meldete er sich aber immer wieder zu Wort, trat sogar bei den Grammys auf. Einen Rückschlag gab es aber dennoch. Auch die kommende Tour muss erst einmal gestrichen werden, der Sänger…
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