Gil Ofarim enthüllt Geheimnis um Schmetterling
Die Entstehung des Songs „Ein Teil von mir“ führte über eine „Männer-Therapiegruppe“ und brachte eine besondere Begegnung zutage.
Wenn ich mich jetzt nicht bewege/Zwei Sekunden lang/Landet dieser Schmetterling auf dem Rücken meiner Hand/Die Welt ist schön/Leider konnten wir’s nicht seh’n“, singt Gil Ofarim in seinem Song „Ein Teil von mir“. Das Lied von 2020 aus dem Album „Alles auf Hoffnung“ (das erste deutschsprachige des Sängers) ist bekanntlich eine Hommage auf seinen Vater Abi Ofarim, der 2019 verstarb.
In einem Instagram-Video erzählt Ofarim nun, wie das Stück in einer Phase der Offenheit gemeinsam mit Tom Albrecht und Christian Neander, dem Gitarristen und Songwriter von Selig, bei einem Treffen in Berlin entstand. Für den 43-Jährigen ist Neander so etwas wie ein Kinderzimmer-Held. „Ohne Dich“ (1994) von Selig habe er früher rauf und runter gehört.
Die Produktion der Musik war damals allerdings fast wie eine Art „Männer-Therapiegruppe“, bei dem alle gemeinsam über persönliche Erfahrungen von Schmerz und Trennung gesprochen haben, so Ofarim.
Bis heute gilt „Ein Tel von mir“ als einer der persönlichsten und ehrlichsten Songs des Musikers. Ganz in der Lage fühlte sich Ofarim damals auch nicht, über seinen Verlust zu sprechen, sagt er in dem Video. Doch im Verbund mit den Kollegen ging es.
Letzter Gruß vom verstorbenen Vater
Nicht jedem war bisher klar, was es mit dem Schmetterling in dem Track auf sich hat. Wie der Sänger nun in dem „Behind The Songs“-Clip erzählt, geht es dabei um eine Erfahrung, die er und sein Co-Songwriter Tom Albrecht überraschend teilten, wie sie in dem intimen Gespräch damals herausfanden.
Beide erlebten in der Trauer um ihre Väter, wie sich ein Schmetterling auf ihre Schulter beziehungsweise Hand niederließ. Für die Musiker ein klarer Fingerzeig von oben – eine andere Begegnung mit ihren Vätern.
So wurde der Falter ein symbolischer Teil des Songs, der trotz des Schmerzes vermittelt, dass der Verstorbene ein Teil von einem bleibt („Ein Teil von mir hört niemals auf zu lieben, wer wir war’n“).
Übrigens: Am selben Tag, an dem „Ein Teil von mir“ geschrieben wurde, entstand auch der Song „Pierrot“. Es existiert zudem eine Akustik-Version des Liedes, die in Zusammenarbeit mit Cassandra Steen entstanden ist.