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Blackout Tuesday
Highlight: Heinz Rudolf Kunze über seine Liebe zu The Who und ihr Großwerk „Tommy“

Ginger Baker: „Cream hatten eine Lücke hinterlassen, Led Zeppelin konnten sie nicht füllen“

Für seine harten Urteile über Kollegen ist Cream-Schlagzeuger Ginger Baker bekannt. Nun hat der 75-Jährige in einem Interview mit „Forbes“ wieder einmal andere Musiker angegriffen. Jetzt wurden Led Zeppelin Opfer einer Schmährede, vor allem deren Drummer John Bonham.

„Jimmy [Page] ist ein guter Musiker. Ich denke nicht, dass Led Zeppelin die Lücke füllen konnten, die Cream hinterlassen hatten, aber sie machten viel Geld. I  mag wahrscheinlich um die fünf Prozent von dem, was sie veröffentlichten – einiges davon war wirklich cool. Aber:

What I don’t like is the heavy bish-bash, jing-bap, jing-bash bullshit.

Über den 1980 verstorbenen Led-Zeppelin-Schlagzeuger John Bonham urteilte Baker:  „Vor Jahren sagte John einmal, ‚es gibt im Rock’n’Roll nur zwei Drummer, Ginger Baker und ich‘. John reicht nicht im Geringsten an mich ran. Er war kein Musiker. Viele Leute wissen nicht, dass ich Studierter war. Ich kann Musik schreiben. Ich habe viel Musik für Bands komponiert, 1960, 1961. Ich war der Ansicht: Wenn ich ein Drummer sein wollte, dann musste ich auch lernen, wie man Musik fürs Schlagzeug liest.“

Im weiteren Verlauf des Interviews fällt Ginger Baker auch ein vernichtendes Urteil über  Heavy Metal. Er „verabscheue“ diese Stilrichtung. „Cream werden ja für die Geburt des Heavy Metal verantwortlich gemacht. Diese Leute in Lycra-Hosen, das Makeup – ich fand das schon immer extrem abstoßend. Wenn Cream also für diese Art Geburt verantworlich gemacht werden, dann würde ich mal schnell eine Abtreibung vorschlagen.“

Metal-Musiker hätten ihm oft gesagt: „Mann, Du hast uns beeinflusst, die Art, wie Du auf die Drums einhaust.“ Baker hält das für ein Missverständnis: „Ich habe nur draufeingeschlagen, damit ich überhaupt hören konnte, was ich da spiele. Das war Ausdruck von Wut und kein Spaß. Ich litt auf der Bühne unter der hohen Lautstärke.“


Heinz Rudolf Kunze über seine Liebe zu The Who und ihr Großwerk „Tommy“

Heiligabend 1969. Vor drei Wochen bin ich 13 geworden. Nachdem alles überstanden ist - Kirche, Bescherung, familiäres Liedersingen, Schweinebraten, gemütliches Beisammensein à la Loriot - ziehe ich mich in mein winziges Kinderzimmer zurück und lege das Geschenk auf, das mir meine Oma gemacht hat: "Tommy" von The Who. Ich stelle die Musik laut. Und nach wenigen Minuten, ich kann mir nicht helfen, noch lauter. Die Tür geht auf und mein Vater kommt herein, gut gelaunt nach einigen Asbach Uralt. Er setzt sich neben mich auf die Couch, staunend. Plötzlich sagt er: "Wagner. Das ist ja wie Richard Wagner." Songs mit…
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