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Glaube, Liebe, Hoffnung (10): Mario Gomez, der Mann, den sie Stuhl nannten

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Glaube, Liebe, Hoffnung (10): Mario Gomez, der Mann, den sie Stuhl nannten

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Das zweite Vorrundenspiel bei großen Turnieren bereitet der deutschen Mannschaft unter Jogi Löw einfach systemische Probleme. Insofern blieb alles beim Alten mit dem 0-0 gegen Polen. Die Art und Weise des deutschen Unentschiedens gibt aber Grund zur Besorgnis. Denn die Polen verteidigten zwar massiert, waren aber keineswegs die Übermannschaft, zu der sie mancherorts schon hochgejazzt worden waren: Von der starken Offensive war so wenig zu sehen, wie vom ideenreichen Mittelfeld. Schlimmer: Die Deutschen passten sich dem Gegner an, vermochten es zu keiner Sekunde, den Polen ihr Spiel aufzuzwingen.

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Wo ist der Schnee vom vergangenen Jahr? Zwei Verlierer sind klar: Götze geht immer früher vom Platz und wird nächstes Mal vermutlich bereits zur Halbzeit ausgewechselt. Zum Problem der deutschen Mannschaft wird erst recht die akute Formkrise von Thomas Müller, der genaugenommen ein Totalausfall ist. Am Anfang war er unscheinbar, später dann schlecht, kam immer zu spät, und verursachte ein paar Situationen, die für die Abwehr richtig brenzlig wurden. Draxler war einfach überflüssig, Schürrle machte nichts besser als die Kollegen. Und Gomez verpasste die Chance, die er bekam.

War Gomez überhaupt einmal am Ball? Oder hat Jogi Löw nur Götze aus dem Spiel genommen und keinen nachgeschickt. Man kann eher bezweifeln, dass der Mann, den sie Stuhl nannten, noch eine zweite Chance bekommt.

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Gut spielten Khedira, Boateng, Hector, der Rest hatte normale Post-Saison-Form, kein EM-Niveau. Man hat aber generell nicht den Eindruck, dass die deutsche Mannschaft unter Strom steht. Das erste 0-0 bei dieser EM ist also für die deutsche Mannschaft ein fast schon glücklicher Punkt – und eine gefühlte Niederlage zugleich.

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