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„Wer wird Millionär“: Günther Jauch – der Moderator der Deutschen

Es gibt Menschen, die werden schon wütend, wenn sie nur den Namen Günther Jauch hören. Dass man ihn hört, kommt häufig vor (wenn auch nicht mehr so sehr wie noch vor einigen Jahren), denn der gebürtige Münsteraner gehört zu den beliebtesten TV-Moderatoren Deutschlands. Wahrscheinlich würde er spielend Kanzler, wenn er sich denn aufstellen ließe.

Als Gastgeber der wohl bekanntesten Quiz-Sendung des Landes ,„Wer wird Millionär“, hat er aber einige seiner Zuschauer derart zur Weißglut getrieben, dass sie ihm das, um die Chance ihres Lebens geraubt, nicht mehr verzeihen werden.

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Sie mussten eine Stunde lang auf ihrem harten Stuhl hinter den Kameras sitzen, nervös auf ihre Uhr schauen und beobachten, wie Jauch sich mit einem der Kandidaten amüsierte, ihn aushorchte, mit ihm Witze machte und sich geradezu in ihn vertiefte. Die Wartenden hatten keine Chance mehr, dranzukommen.

Die Fragen waren plötzlich zur Nebensache geworden – und die Show wie im Flug vergangen. In solchen Situationen ist Günther Jauch in seinem Element, dann gelingt es ihm fast spielerisch, die Neurosen seines Gegenübers zu entlarven, fast heimtückisch Schwachstellen aufzudecken  und mit einem Lächeln umrahmt ewige Wahrheiten über die taumelnde menschliche Seele offenzulegen.

Neugierig, ehrgeizig und bieder

Diese Gabe wurde nicht vielen Fernsehvertretern in die Wiege gelegt. Selbst Jauch dürfte sie kaum in seinen Lebenslauf geschrieben haben, als er sich nach erquältem Abitur (kein Interview, in dem er nicht auf seinen Durchschnittsdurchschnitt von 3,1 hinweist) und abgebrochenem Jura-Studium an der Deutschen Journalistenschule bewarb. Doch Jauchs unbändige Neugier auf die Biographie der anderen und sein feines Gespür, wie er mit gespielter Unbeholfenheit seinen Gesprächspartnern das eine oder andere Geheimnis entlocken kann, verliehen seiner zuweilen biederen Moderationstechnik Espirit.

Seine Interessen für Sport und Zeitgeschehen lotsten den langjährigen Ministranten zum Bayerischen Hörfunk, wo er im Verborgenen seinen Neigungen nachgehen konnte. Bis Jacu, so will es die Legende, von Thomas Gottschalk mehr oder minder für die bunte Welt der Unterhaltung verpflichtet wurde.



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