Daniel Küblböcks Vater: Schwere Vorwürfe gegen das Kreuzfahrtschiffs-Personal


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Im Dezember wird die Fernseh- und Zeitungslandschaft traditionell von Jahresrückblicken bereichert. Den Anfang hat RTL mit „Menschen, Bilder, Emotionen“ gemacht und unter anderem das Verschwinden von Daniel Küblböck diskutiert, mit dessen Vater.

Im Gespräch mit Günther Jauch erklärte Günther Küblböck, dass er sich Sorgen um die psychische Gesundheit seines Sohnes gemacht habe. „Unser Sohn war in den letzten Monaten krank. (…) Wenn jemand wirres Zeug redet, dann merkt man, dass etwas nicht stimmt“, äußerte der Vater. Der Sänger hätte starke Stimmungsschwankungen gehabt und Gegenstände in seiner Wohnung zertrümmert.

Einschreiten der Behörden nötig gewesen?

Günther Küblböck hätte demnach versucht, seinen Sohn von der Kreuzfahrtreise abzuhalten. Er klagt an, dass weder Polizei noch Ordnungsamt oder Betreuungsgericht seine Sorgen ernstgenommen hätten, was der 62-Jährige als „staatlich unterlassene Hilfeleistung“ deutet.

Günther Küblböck bei „Menschen, Bilder, Emotionen“

Weiterhin erhebt der Vater Vorwürfe gegen das Kreuzfahrtschiffspersonal. Küblböck habe sich demnach an den Kapitän und zwei Ärztinnen gewendet und sie darum gebeten, seinen Sohn während der Reise zu beobachten – „aber sie haben nicht einmal nach ihm beim Boarding geschaut“.

Günther Küblböck geht weiterhin davon aus, dass sein Sohn Daniel nicht die bewusste Wahl getroffen habe, von Bord zu gehen. „Ich bin mir sicher, dass das in einer Psychose passiert ist und er nicht wusste, was er da tat“, äußerte er im Gespräch. Weiterhin wünscht er sich ein gesellschaftliches und politisches Umdenken, sodass Menschen mit psychischen Problemen schnellere Hilfe erlangen.

„Ich bin der Meinung, man hätte Daniels Schicksal ohne Weiteres verhindern können“, erklärt Küblböck. „Und ich bin sicher, dass es andere, weniger prominente Fälle da draußen gibt. Mir ist es wichtig, dass umgedacht wird.“

Daniel Küblböck stürzte am 9. September von einem Kreuzfahrtschiff. Das Verschwinden des „DSDS“-Sängers bleibt weiterhin ungelöst.

Michael Gottschalk Getty Images