Guns N‘ Roses: Flop-VVK – Gibt noch ordentlich Tickets!
Schwacher Vorverkauf für Guns-N’-Roses-Shows 2026 in Berlin: Trotz großer Arena und exklusiver Termine bleiben Tickets übrig
Rund 38.000 Tickets für die einzigen zwei Deutschlandkonzerte von Guns N’ Roses im Jahr 2026. Und das auch noch in einer Halle statt im miserablen Berliner Open-Air-Sommer bei Wind, Wetter, Licht- und Soundablenkung: Sollte ein leichtes Vorverkaufsspiel für die Gunners sein, sollte man denken. Aber nein: Drei Tage nach Start des Vorverkaufs gibt es für beide Auftritte in der Berliner Uber Eats Arena (23. und 25. Juni 2026) noch Karten.
Reaktionen der Fans und Kritik an Axl Roses Stimme
In den Socials von ROLLING STONE war die schlechte Stimmung bei den Usern schon mit der Ankündigung der Arena-Shows zu spüren. „Die können nichts mehr“, hieß es oftmals – am deutlichsten mit dem Verweis auf die Stimme von Axl Rose, 63: „Klingt wie Micky Mouse“. Tatsächlich zählen Reels mit seinen Gesangsdarbietungen vom letztjährigen Wacken-Festival zum Lustigsten, was Alt-Metal online zu bieten hat.
Am Mittwoch begann der Vorverkauf von Magenta Musik, am Donnerstag von Ticketmaster, und am heutigen Freitag (28. November) der offizielle Vorverkauf für alle.
Ticketlage und Preisstruktur
In jeder der vier Preiskategorien bis 269 Euro gibt es bei Ticketmaster noch Karten, vom Stehplatz über Weitwegplätze bis zum „Platinum-Ticket“ in den vorderen Reihen des Unterrangs der Uber Eats Arena.
Allein für den Unterrang in Block 208, seitlich rechts neben der Bühne und damit am dichtesten dran an Axl Rose, Slash, Duff McKagan und Kollegen, gibt es am Freitagabend noch 25 Karten für „Berlin 2“.
Warum verkauft sich das so schlecht?
Schwer zu erklären, was hier schiefläuft. Sicherlich genießen Guns N’ Roses nicht mehr den besten Ruf als Live-Band, da Axl Rose seine Stimme nicht mehr so einsetzen kann, wie man es einst liebte. Ihr letzter Auftritt in Berlin, 2018 im Olympiastadion, wurde nahezu einhellig verrissen (außer von uns). Kritisiert wurde der Sound, für den das Olympiastadion ohnehin einen gewissen Ruf genießt, sobald dort Konzerte stattfinden. Vielleicht hallt das Erlebnis bei vielen Fans nach.
Andererseits sind die Berlin-Konzerte eben die einzigen hierzulande. Das polnische Gliwice, wo die Band ebenfalls auftritt, ist rund 500 Kilometer entfernt, Amsterdam in den Niederlanden 660 Kilometer. Das „Einzugsgebiet“ für Berlin wird dadurch zu einer riesigen Fläche – mindestens für GNR-Anhänger aus Deutschland.
Ist die Zeit von Guns N’ Roses vorbei?
Die Preise sind hoch, aber nicht exorbitant. Ist die Zeit von Guns N’ Roses, deren Reunion-Beginn – eingeläutet mit der „Not in This Lifetime“-Tour 2016 – im kommenden Jahr ihr 10. Jubiläum feiert, vorbei? Ein neues Album könnte vielleicht helfen.