Diesen Song haben Guns N’Roses Berlin vorenthalten

Während des Soundchecks am Dienstag in der Uber Arena probte ihn die Band noch.

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Am Dienstag (24. Juni) haben Guns N’Roses eines von zwei Gastspielen in Berlin absolviert. Acht Jahre trat die Formation um Sänger Axl Rose nicht mehr in der Hauptstadt auf und nach langer Zeit sind sie wieder in einer Event-Halle zu sehen.

Komplett ausverkauft war der Gig in der Uber Arena nicht (was diesmal wohl nicht an den Ticketpreisen lag). In den letzten Jahren waren GNR vielleicht ein paar Mal zu oft hierzulande zu sehen. Ein Fest für Nostalgiker war es natürlich dennoch und von den Zuschauer:innen angemessen gefeiert.

Auch wenn sich die Stimme von Axl Rose nicht mehr besser wird – im Gegenteil! – ließ die Setlist wenig zu wünschen übrig. 27 Songs, Start mit „Welcome To The Jungle“, sechs Coverversionen, „Civil War“ mit Hendrix-Outro, ein Killer-Block bei den letzten fünf Stücken und insgesamt acht Tracks von „Appetite For Destruction“.

Dennoch blieb dem Berlin-Publikum etwas vorenthalten. Wie ein gut informierter Besucher bemerkte, spielten Guns N’Roses während des Soundchecks

Der epische, über 10-minütige Abschluss-Song von „Use Your Illusion I“ (1991) blieb aber unter Verschluss, anders als die ebenfalls von der Platte stammenden „Bad Obsession“, „Double Talkin‘ Jive“ und natürlich das unbezwingbare „November Rain“.

„Coma“ und Guns N’Roses

Wegen der Länge und Komplexität wurde der Song in den 90ern nur selten live gespielt. Er ist aber seit der Reunion-Tour 2016 ein fester Bestandteil der Setlist. Beim denkwürdigen Auftritt der Band auf dem Download Festival am 13. Juni wurde „Coma“ noch aufgeführt. Womöglich heben es die Musiker für den zweiten Berlin-Gig auf.

Neben seiner raffinierten Klangstruktur mit vielen Tempowechseln aggressiven Gesangspassagen hat es der Song in sich. Der Text, der zu einem Großteil von Axl Rose verfasst wurde, thematisiert seine damaligen Erfahrungen mit extremem Burnout, Depressionen und Selbstzerstörung, die fast in einer Überdosis beziehungsweise einem Zusammenbruch geendet hätten.

Marc Vetter schreibt freiberuflich unter anderem für ROLLING STONE. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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