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„Gute Nacht, Chris Cornell“: Bruder schreibt emotionalen Abschiedsbrief

Es war ein Schock für die Musikwelt, als bekannt wurde, dass Chris Cornell, Sänger der Bands Audioslave und Soundgarden, sich am 18. Mai das Leben nahm, indem er sich nach einem Konzert in Detroit erhängte. Noch härter traf es Freunde, Familie und Fans des Musikers – wie beispielsweise Chris‘ Bruder Peter Cornell, der nun mithilfe eines emotionalen Briefes versucht, sich zu verabschieden.

Abschied auf Facebook

Auf seinem Facebookprofil wandte sich der Bruder des im Alter von 52 Jahren Vestorbenen an seine Freunde und bedankte sich bei allen, welche ihm die letzte Ehre erwiesen hatten – und bei jenen, die sich dafür engagiert hatten, auf Suizid-Präventionsprogramme aufmerksam zu machen. Im Ganzen sieht der Brief von Peter Cornell so aus:

Güte, Liebe, Empathie

„Meine Freunde: Einmal mehr überwältigt ihr mich mit eurer Güte, Empathie, Liebe und Unterstützung. Auch, wenn ich mich vorerst aus meinen Social Media-Kanälen zurückgezogen habe, habe ich doch teilweise mitbekommen, auf welch selbstlose Weise zahlreiche Menschen auf der ganzen Welt meinen Bruder gewürdigt haben.“

Kooperation

Abschaffen von Stigmata

„Ich kann nicht glauben, wie sehr ihr euch dafür eingesetzt habt, Suizid-Präventionsprogramme bekannter zu machen – hört bitte nicht auf damit. Es ist wirklich erschreckend, wie viele von uns direkt oder über ihr Umfeld mit diesem Thema in Kontakt gekommen sind, und ich hoffe, dass es in Zukunft einfacher für uns alle wird, darüber zu reden. Wir müssen es schaffen, das Stigma, welches Suizid anhaftet, loszuwerden, damit es sich nicht anfühlt, als würde man über ein dreckiges Geheimnis reden… Wenn ich all das bloß bereits im Mai gewusst hätte.“

„Ich will nicht loslassen“

„Ich kann nicht leugnen, dass dieser Verlust unglaublich großen Schmerz verursacht hat, in manchen Momenten klammere ich mich regelrecht daran. Dann weigere ich mich, das alles loszulassen, weil ich meinen kleinen Bruder nahe bei mir tragen will, obwohl alles, was übrig ist, nur noch Erinnerungen sind – aber immerhin habe ich viele davon. Ich lasse sie immer wieder in meinem Kopf abspielen, angefangen mit unserer Kindheit bis hin zu den absolut grandiosen Zeiten im Seattle der Neunziger.“

Schwerer Weg

„Dieser Prozess des Trauerns hat mich mit so vielen anderen trauernden Herzen und Seelen verbunden – wie ich zuvor schon sagte, gehörte mein Bruder einfach zu dieser Welt und viele verletzte sein Ableben. Ich habe seine Facebook-Seite reaktiviert, um all das Mitgefühl zu teilen, welches ihr mir nach dieser Tragödie zuteil werden habt lassen; DANKE und nochmals DANKE!!! Wenn es irgendwie möglich ist, diesen schweren Weg etwas erträglicher zu machen, dann nur dadurch, dass ich ihn nicht alleine gehen muss.“

Neue Ohren, größeres Herz

„Mitgefühl kommt mir momentan vor wie etwas ganz Neues. Dieser Horror hat mich mit einer Familie verbunden, die ich ganz viele Jahre überhaupt nicht kannte – es ist eine bittersüße Verbindung, die zu gleichen Teilen dazu da ist, sowohl die Trümmer wieder aufzubauen, als auch die Mauern zwischen uns einzureißen, die uns so lange voneinander getrennt hatten. Auf gewisse Weise hat meine Familie meinen Bruder gleich zwei Mal verloren; das ist eine Last, die ich nicht mit ihnen teile. Mir sind so gesehen neue Ohren gewachsen und hoffentlich auch ein größeres Herz.“

„Hört auf mit den Verschwörungstheorien“

„Ich vermisse die Interaktion mit euch, aber die Social-Media-Pause hilft mir, nicht ständig in der Wunder herumzustochern. Es sind eben leider diese Plattformen, die uns auf der einen Seite erlauben, unser gebrochenes Herz und dessen Heilung mit anderen zu teilen und auf der anderen Seite Verschwörungstheorien und haltlosen Vermutungen einen Nährboden geben. Wieviel ist genug? Sollte nun nicht endlich mal die Zeit gekommen sein, um meinen Bruder in Frieden ruhen zu lassen? Haben seine Kinder nicht mehr ertragen, als Kinder es jemals müssen sollten?“

„Viel Liebe an euch ALLE!! Bleibt euren Familien nahe. Mögen wir alle unseren Frieden finden. Gute Nacht, Chester. Gute Nacht, Bruder.“


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