„Hart Of Dixie“: Ein Wiedersehen mit Rachel Bilson


Es gibt erst mal nur einen guten Grund, „Hart Of Dixie“ (montags auf sixx) anzusehen: Rachel Bilson. Sie war von 2003 bis 2007 die liebenswürdig chaotische Summer Roberts in „O.C., California“ – und dann sah man sie nicht wieder, bis Produzent Josh Schwartz sie als Zoe Hart engagierte: eine Herzchirurgin, die in New York einen Karriereknick erlebt und nach Bluebell, Alabama zieht, um dort eine kleine Praxis zu übernehmen.  In den USA lief gerade schon die zweite Staffel, eine dritte wird höchstwahrscheinlich folgen. Bilson ist also – anders als ihre Kollegen Mischa Barton – gut im Geschäft. Ihr offenes Gesicht und ihre unbedarfte Art unterscheiden sie sowohl von den „Gossip Girl“-Ludern als auch von den zwanghaften Komikerinnen in „New Girl“ oder „Apartment 23“. Sie muss nicht die Ulkige spielen, sie ist es einfach.

Das Personal von „Hart Of Dixie“ wirkt allerdings, als wäre es einem Groschenroman entsprungen – es gibt praktisch nur Stereotypen: den bösen Gegenspieler (Dr. Brick Breeland, der die Praxis für sich allein haben will), dem der nette Bürgermeister (Lavon Hayes, ein ehemaliger Footballstar) die Stirn bietet, indem er Zoe unterstützt. Die fiese Südstaatenzicke (Lemon Breeland, auch noch die Tochter des gemeinen Docs), die natürlich mit dem nettesten Typen (Rechtsanwalt George Tucker) zusammen ist, weswegen Zoe einstweilen mit dem wilden Barkeeper (Wade Kinsella, auch ihr Nachbar) rumknutschen muss.

Ein nerdiges Teenager-Mädchen, eine hilfsbereite Sprechstundenhilfe und ein Alligator namens Burt Reynolds sind auch noch mit von der Partie.

Klingt schrecklich? Ist es gar nicht! Natürlich kommen schon in den ersten Folgen so gut wie alle Südstaatenklischees vor (kitschige Paraden, trashige Bars, Ignoranz) aber eben auch all die Schönheiten (Spanish Moss, Antebellum-Häuser, Lebenslust), so dass man Bluebell gern besucht – zumal Rachel Bilson so schön tapsig in den Kulissen herumläuft. Man nimmt ihr allerdings in keinem Moment ab, dass sie ein Herz reparieren könnte – zumindest nicht auf dem OP-Tisch.



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