Darum verlässt Helena Bonham Carter „The White Lotus“ kurz nach Drehbeginn

Schauspielerin und Rolle hätten sich am Set „nicht gefunden“, so HBO – die Figur werde neu gedacht, umgeschrieben und neu besetzt.

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Nur wenige Drehtage nach Beginn der Produktion hat Helena Bonham Carter die vierte Staffel von „The White Lotus“ verlassen – HBO bestätigte den Abgang am Freitag.

„Kurz nach Drehbeginn der vierten Staffel von ‚The White Lotus‘ wurde deutlich, dass die Figur, die Mike White für Helena Bonham Carter geschrieben hatte, am Set nicht gepasst hat“, erklärte HBO in einem Statement (via „Variety“).

„Die Rolle wird grundlegend neu gedacht, umgeschrieben und in den kommenden Wochen neu besetzt. HBO, die Produzenten und Mike White bedauern, dass sie nicht mit ihr zusammenarbeiten konnten, sind aber nach wie vor begeisterte Fans und hoffen sehr, bald mit der legendären Schauspielerin an einem anderen Projekt arbeiten zu können.“

Neubesetzung in Kürze

Die Oscar-nominierte Bonham Carter gehörte zur zweiten Welle der Castingbekanntmachungen für „The White Lotus“ Staffel vier, die in Frankreich spielt – darunter offenbar eine Handlungslinie rund um die Filmfestspiele von Cannes im Mai. „Die vierte Staffel folgt einer neuen Gruppe von Gästen und Mitarbeitern des White Lotus über den Zeitraum einer Woche, während der Filmfestspiele von Cannes“, hatte HBO Anfang des Monats angekündigt.

Welche Rolle Bonham Carter übernehmen sollte, ließ HBO offen. Die Schauspielerin selbst hat sich zu ihrem Abgang bislang nicht geäußert. In der vierten Staffel sind außerdem Vincent Cassel, Steve Coogan, Chris Messina, AJ Michalka, Kumail Nanjiani, Chloe Bennet, Sandra Bernhard, Heather Graham, Max Greenfield, Rosie Perez und viele weitere zu sehen.

Wird „Squid Game“ nun zu „White Lotus“?

Ein wilder Gedanke. Aber beide Serien ähneln sich. (Neue) Protagonisten geraten von Staffel zu Staffel in eine neue Umgebung, und es kommt zu Verrat und Mord. Falls eine nächste „Squid Game“-Staffel in den USA (und spätere Staffeln vielleicht in Europa oder Afrika) angesetzt werden, könnte das zu nervenaufreibenden Konstellationen führen.

Dass Turbo-Kapitalismus schlecht sein kann – die große Message von „Squid Game“ –, gilt für jedes Land. Eine „Squid Game“-Staffel in Amerika anzusetzen, hätte seinen ganz eigenen Reiz. Die Gesellschaft ist weit heterogener als in Südkorea. Mehrheiten, Minderheiten, Kulturen und Ethnien würden, zusammengepfercht in eine Spielergemeinschaft, ganz neue Konflikte hervorrufen.

Daniel Kreps schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil