Helene Fischer: Aftershowparty in München abgesagt – Tickets zu teuer


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Auch im Schlagerbereich gibt es, wie im Rock’n’Roll, eine Diskussion um Ticketpreise und die Tendenz zu Luxus-VIP-Arrangements für betuchte Fans.

Vorne an der Bühne sitzen, bei den Rolling Stones. In einer der „Boxen“ im Berliner Olympiastadion ein frisches Edel-Bier aus Glaspokalen zischen, etwa bei Rammstein … Nun hat diese Debatte auch Helene Fischer bei ihrem einzigen Deutschland-Konzert 2022 in München erreicht. Die Folge ist Absage einer geplanten Aftershow-Party in der Messehalle C6 geplant. „Um weiter zu feiern“ wäre ein Zusatzticket für schlappe 89,99 Euro fällig gewesen. Eine Sause, ohne Anwesenheit der Schlager-Queen herself.

Wie die „TZ“ und andere lokale Blätter melden, ist die „Feier“ abgesagt worden. „Klammheimlich“, wie es links und rechts der Isar-Auen unisono heißt. Bevor es für Fischer im kommenden Jahr auf die große „Rausch“-Rutsche geht, hatte sie für dieses Jahr ein Megakonzert angekündigt, das am 20. August auf dem Gelände der Messe München vor mehr als 100.000 Fans stattfinden soll.

In der ursprünglichen Ankündigung hieß es eher nüchtern: „Die Party geht weiter! In der Messehalle C6 wird nach Konzertende bis in die frühen Morgenstunden weiter getanzt und gefeiert. Einlass ab 22:00 Uhr, Beginn der Aftershowparty um 23:00 Uhr. Die Künstlerin wird bei der Aftershow-Party nicht anwesend sein!“

Ganz offensichtlich hat dieses Zusatz-Zuckerl die durchaus leidensfähigen Fans dann doch überfordert. Offenbar steht damit das gesamte Geschäftsmodell „Aftershow für Geld“ auf dem Prüfstand. Auch bei Robbie Williams und Alpen-Elvis Andreas Gabalier sind ähnliche Danach-Discos mangels Ticketverkauf gecancelt worden.

Helene Fischer in den Charts

Ein kurzer Blick auf das Chartstableau zeigt für „Rausch“ inzwischen 35 Platzierungswochen in der Top 50 an. Der Vorgänger „Farbenspiel“ konnte sich beeindruckende 135 Wochen in den Top 50 halten. Fun Fact: Ihre Single „Jetzt oder Nie“, veröffentlicht Anfang des Jahres zu den Olympischen Winterspielen in den Bergen rings um Peking, die somit mit stabiler Frequenz im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen gesendet wurde, blieben die oberen Single-Charts-Regionen verwährt. Bahnt sich da eine Fischer-Dämmerung an?