Herbert Grönemeyer: „Sind die in der Regierung noch klar im Kopf?“

Bei seinem Überraschungsauftritt beim Anti-Rechts-Festival „Jamel Rockt den Förster“ fand Herbert Grönemeyer deutliche Worte zur Flüchtlingskrise, der Rettung Schiffbrüchiger – sowie zur Bundesregierung.

Die Diskussion, so der Sänger, sei „ein Verbrechen.“ Noch nie sei es für den 62-Jährigen so wichtig gewesen, laut zu sein. „Das Land ist nervös, die Zeiten sind nervös, und wir müssen lernen, Haltung zu zeigen, den Mund aufzumachen und laut zu werden, richtig laut zu werden, damit die rechte Szene merkt: Das ist hier nicht gewollt.“

Grönemeyer trat am Freitagabend beim Anti-Nazi-Event in Mecklenburg-Vorpommern auf, wo seit 2007 Künstler gegen Rechts mobil machen. 2016 etwa waren Die Toten Hosen Secret Headliner im 50-Seelen-Dorf, im vergangenen Jahr kamen Die Ärzte. Am Samstag nach Grönemeyer wiederum fanden Muff Potter für einen Reunion-Gig zusammen.

Kooperation

Herbert Grönemeyer auf Instagram:

Grönemeyer fand deutliche Worte zur Rettung von Geflüchteten im Mittelmeer – und wie schlimm es sie, dass sich dagegen Widerstände auftun: „Es kann nicht sein, dass man darüber debattiert, ob man Menschen, die in Lebensgefahr schweben, rettet. Das muss man sich mal vorstellen im Kopf, wo wir gelandet sind!“

Wer die Seenotrettung infrage stellt, gehöre vor Gericht. „Ist mir wurscht, wer das ist, ob das ein Teil der Bundesregierung ist. Nur weil sie in der Bundesregierung sind, heißt das ja nicht, dass sie alle ganz klar im Kopf sind.“

Bela B sagt Grönemeyer an:


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