Highlight: Roald Dahl: Die 5 besten Verfilmungen seiner (Kinder-)Bücher

„Hexen hexen“-Remake: Dieser Hollywood-Star wird die neue Oberhexe

An großartigen Verfilmungen der (Kinder-)Bücher von Roald Dahl herrscht wirklich kein Mangel: „Charlie und die Schokoladenfabrik“ (gleich zweimal, 1971 und 2005), „Matilda“, „James und der Riesenpfirsich“, „Der fantastische Mr. Fox“. Selbst der britisch-deutsche Kurzfilm „Es war einmal…nach Roald Dahl“ ist großartig gemacht und für jedes Alter unterhaltsam.

Die Adaption von „Hexen hexen“ aus dem Jahr 1990 nimmt aber noch einmal eine Sonderstellung ein. Nicolas Roeg („Wenn die Gondeln Trauer tragen“) nahm den makaberen Humor und die Gruselelemente der Vorlage Ernst und zauberte aus dem Stoff einen oft derben, aber auch zu Herzen gehenden Trickspaß. „Muppets“-Erfinder Jim Henson sorgte für die rasanten Puppendarstellungen der Mäuse. Es war seine letzte Arbeit an einem Film, bevor er starb. Natürlich muss erwähnt werden, dass Vielschreiber Dahl den Film sofort leidenschaftlich hasste. Zu düster und neben der Spur schien er ihm geraten. Nur Monate später starb er an Leukämie.

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„Hexen hexen“ spielt jetzt im Süden der USA

Vielleicht hätte er sich gefreut, dass seinem Hexen-Buch noch einmal eine Chance gegeben wird! Hollywood dreht ein Remake von „Hexen hexen“ und lässt es in die 60er-Jahre und in den Süden der USA verlegen. Britischer Humor scheint also nicht mehr gefragt. Für die Regie konnte Trick-Veteran Robert Zemeckis („Falsches Spiel mit Roger Rabbit“, „Forrest Gump“) gewonnen werden, der nun allerdings den in diesem Jahr verstorbenen und Zeit seines Lebens vom großen Publikum abgestraften Großmeister Nicolas Roeg übertreffen muss. Eigentlich war Guillermo del Toro („Pans Labyrinth“, „Shape Of Water“) angedacht. Doch der fantasievolle Mexikaner sagte letztlich ab, auch wenn er mit seiner Begabung für fiebrige (Alb-)Traumfantasien genau der richtige Mann gewesen wäre.

Kooperation

Zemeckis vertraut für seine Version der schwarzen Komödie für Kinder in der Hauptrolle der Oberhexe Eva Ernst auf Anne Hathaway, die lange Zeit auf das süße Mädchen abonniert schien, aber auch schon in kleinen Meisterstücken wie „Rachels Hochzeit“ mit abseitigen Figuren brillierte. Allerdings muss sie sich dafür möglicherweise zum ersten Mal in ihrer Karriere von der hässlichen Seite zeigen, wenn sie in das Kosntüm der garstigen Megäre schlüpft.

jk

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Eine amateurhafte Aufnahm des frühen „I Feel It In My Heart“ (1976) zeigt die allerliebste Tina Weymouth mit gescheitelter Kurzfrisur an ihrer großen Bassgitarre, die sie ja bediente wie kein anderer Mensch - sie gab stets das Muster für das Bassgitarrespielen überhaupt. Der nervöse David Byrne singt dieses zarte, verzweifelte Lied über jemanden, der gern Freude an seiner Arbeit hätte und der Familie ein Sonnenschein wäre. Er müßte es halt nur noch entschiedener versuchen, glaubt er. https://www.youtube.com/watch?v=ewY34GqbRkA Damit war der Ton vorgegeben, der die Studien in Soziopathie auf „77“ (★★★★★) bestimmt. Zum trockenen Groove besingt Byrne die Nöte und Wonnen…
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