High-Tech-Toys – Vom Heimkino aus einer Hand bis zur Soundmachine im PC

Heimkinos, die in jedes Regal passen, ein MP3 Porti, der auch neuere Tonformate abspielt, ein Camcorder, der einen Weltrekord aufstellt und ein DVD Porti, der sogar mit Scheiben vom Typ DVD RAM zurechtkommt: Die neuen Entertainer setzen Technik Trends. Und die jüngste Computer-Peripherie holt selbst aus braven Rechnern heißen Sound.

VIELSEITIG Dass CD-Portis auch die Tonart MP3 beherrschen, ist mittlerweile beinahe selbstverständlich. Die neuen PlayerModelle Kenwood DPC-MP727 (um 500 Mark)und DPC-MP922 (mit Auto- und Cassettenadapter, um 550 Mark) aber

können noch mehr: Sie spielen auch selbstgebrannte Scheiben ab, die Musik im Format Windows Media Audio (WMA) tragen. Spezielle Software, die man kostenlos im Internet findet, wandelt den Sound von Musik-CDs in WMA-Dateien um. Der Vorteil gegenüber MP3: Mit WMA passt noch mehr Musik auf eine CD.

Z I E R L I C H Mit seinen kompakten HiFi-Bausteinen der“Inspira“-Serie hat Pioneer schon mehrere Designpreise gewonnen – eine seltene Ehre für japanische Companies. Die neue Anlage NS-11 Q (um 1200 Mark) knüpft an das erfolgreiche Konzept an. Der Zentralbaustein, ein CD-Receiver mit dekorativem, separatem Display, speist einen externen Leistungsverstärker. Der liefert die nötige Energie für die in Eichenholz furnierten Mini-Boxen und für einen Subwoofer. Als passenden Mitspieler bietet Pioneer den Mini-Disc-Recorder MJ-Lll an (um 750 Mark). Dieses Gerät hat einen eingebauten Abtastraten-Wandler. Es kann also über seinen optischen Eingang von allen erdenklichen Quellen digital aufnehmen.

KOMPLETT Wenn der Platz im Wohnzimmer nicht für ein Sixpack dicker Boxen reicht, muss sich das Heimkino klein machen – etwa so wie das neue Komplett-Set CP100 von JVC. Es arbeitet mit fünf Winzig-Boxen und einem zusätzlichen Subwoofer, der mit einem eigenen, eingebauten Verstärker für das nötige Bassfundament sorgt. Gemeinsam mit den smarten Elektronik-Bausteinen, einem DVD-Player und ein Receiver mit Mehrkanal-Decodern in Dolby Digital und dts, tönt das zierliche Ensemble erstaunlich erwachsen. Der Preis: um 2600 Mark.

EINSTIMMIG

Heimkino mit nur einem Lautsprecher geht das überhaupt? Die Ingenieure von Kenwood wollten es ganz genau wissen und konstruierten eine Mikro-Anlage aus einem DVD-Plaer und einem Mehrkanal-Receiver, die den Surround-Sound von DVDs an ein einziges Schallwandler-Aggregat weiterleitet. Der obere Teil des „Uniround“ genannte Speaker besteht aus drei kleinen Chassis. Einer strahlt den Schall nach vorn ab, die beiden anderen tönen nach rechts und nach links. Für die Bässe ist ein Extra-Chassis im Fuß der Lautsprecher-Skulptur zuständig. Ein vollwertiger Ersatz für eine gestandene Anlage ist das HMDV7 genannte Set (um 1800 Mark) sicherlich nicht, aber ein originelles Zweitgerät, zum Beispiel für den Schreibtisch. Als kongeniale Ergänzung bietet Kenwood fiir 1000 Mark einen 14 Zentimeter großen LCD-Monitor an.

ZWERGWÜCHSIG Der Wanderpokal für den kleinsten Camcorder der Welt geht an Sony: Der pfiffige Neuling DCR-IP7 ist gerade einmal 103 Zentimeter hoch und kann sich damit hinter jeder Handfläche verstecken. Sony hat für dieses Modell eigens eine neue Kassette entwickelt. Sie ist kaum größer als eine Briefmarke, hört auf den Namen MICROMV und reicht für 60 Minuten lange Aufnahmen in MPEG 2, jenem Digitalformat, mit dem auch das digitale Fernsehen und die DVD arbeiten. Der DCR-IP7 hat sogar eine Bluetooth-Schnittstelle an Bord. Damit kann der Kamkorder-Knirps Standbilder und kurze Videosequenzen in niedriger, Internet-tauglicher Auflösung drahtlos an einen PC beamen. Der High-Tech-Spaß ist nicht eben billig: 4600 Mark verlangt der Händler.

ZUKUNFTSSICHER Panasonic hat einen neuen, mobilen DVD-Player auf Kiel gelegt, der ein Stück Zukunft repräsentiert: Es ist das erste Gerät seiner Gattung, das auch bespielbare Scheiben vom Typ DVD-RAM wiedergeben kann. Panasonic setzt dieses Medium in seinen DVD-Recordern ein, weil es sehr schnellen Zugriff und außergewöhnlichen Bedienkomfort erlaubt. Der ultraflache, DVD-LA95 genannte Entertainer zeigt die Bilder auf einem 9 Zentimeter großen LCD-Bildschirm im breiten 16:9-Format. Neben Video-DVDs und eigenen Aufnahmen auf DVD-RAM-Scheiben liest das Gerät auch Platten vom Typ DVD-R, Musik-CDs und Selbstgebranntes auf CD-R und CD-RW. Wer den Luxus liebt, wird sich selbst mit dem Preis von 3900 Mark arrangieren.

Sound &Computer

HIGH END PUR Creative, der Spezialist für tönende Computer-Peripherie, steigt mit seinen neuesten „Audigy“-Soundkarten (ab 250 Mark) ins 24-Bit-Zeitalter ein. Für Nicht-Informatiker: Diese Zahl steht für über 100 Dezibel Rauschabstand, also für eine Tonqualität auf High-End-Niveau. Musiker können damit Produktionen abliefern, die sogar als Vorlage für die hochkarätige DVD-Audio taugen. Und Game-Freaks profitieren von den raffinierten neuen Funktionen, die den Sound stets an die Akustik der virtuellen Szenerien anpassen.

BITS VOM VINYL

Im Regal stehen sie noch, die guten alten Vinyl-Schätze. Aber wie oft rotieren sie wirklich auf dem analogen Plattenteller? Wer die schwarzen Scheiben am PC auf bespielbare CDs kopieren möchte, kann dazu jetzt ein perfektes Utensil einsetzen. Terratec baut ein Preamp Studio genanntes Elektronik-Modul (um 180 Mark), das einfach am Plattenspieler andockt und die Analogtöne so aufbereitet, dass sie geradewegs in die Soundkarte und von dort aus auf die Festplatte wandern können. Der kleine Adapter arbeitet mit Magnet-Tonabnehmersystemen (Typ MM) zusammen. Er übernimmt die nötige Entzerrung exakt nach den Vorgaben des RIAA-Standards und passt seine Eingangskapazität an die Anforderungen des Tonabnehmers an. Die Stromversorgung übernimmt der Game-Port der Soundkarte. Mitgelieferte Software entfernt auf Wunsch Rauschen und Knistern.

RADIO MIT PC-CONNECTION

Digitale Hörfunkprogramme in CD-Qualität aus dem Äther fischen, Tourneedaten und andere Infos auf dem Bildschirm anzeigen, die Lieblingsmusik digital auf der Festplatte mitschneiden dies alles kann ein revolutionäres Radio, das Terratec für den Anschluss an den PC entwickelt hat Das DR Box 1 genannte Kästchen (um um 800 Mark) empfängt nach dem Standard Digital Audio Broadcasting (DAB). Ton und begleitende Daten für Texte und Bilder schickt er über die USB-Schnittstelle an den Rechnen Alle visuellen Besandteile multimedialer Programme zeigt der Internet-Browser an.

VIRTUELLE STUDIOS

Sie sind schon Klassiker – die Musikprogramme der Berliner High-Tech-Küche Magix. So erscheinen die bewährten Programme Music Maker und Music Studio jetzt bereits der siebten Generation. Was sie dem Soundfreak zu Kampf preisen von je 100 Mark so alles bieten, ist beinahe aberwitzig: Der Music Maker ist ein Universalwerkzeug für eigene Arrangements. Er recycelt CD-Titel oder MP3-Files zum fetzigen Remix, baut die Reihenfolge einzelner Sequenzen um, generiert Loops, mixt die Effekte aus virtuellen Instrumenten hinzu oder verfremdet Stimmen mit einer Vocoder-Funktion. Zu den Talenten des Music Studio zahlen Harddisc-Recording auf 32 Tracks, schön komfortables Editieren oder auch Midi-Einspielungen auf bis zu 1000 Spuren.

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