„I Won’t Back Down“-Verwendung durch Republikanerin: Tom Pettys Nachlass reicht Unterlassungsklage ein


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Tom Pettys Angehörige haben eine Unterlassungserklärung wegen der ungefragten Wahlkampf-Einbindung des Stückes „I Won’t Back Down“ durch die Republikanerin Kari Lake eingereicht. Demnach solle jede weitere Verwendung zu Geldstrafen von bis zu 150.000 Dollar führen.

Nach ihrer Niederlage bei den Gouverneurswahlen hatte die Politikerin den Song in einem Video verwendet, in welchem sie unter anderem über angeblichen Wahlputsch sprach. Ihr Video ist online nicht mehr auffindbar.

Die Reaktionen von den Unterstützer*innen Pettys

Die Hinterbliebenen des verstorbenen Künstlers veröffentlichte am Freitag (18. November) eine Erklärung, in der es hieß: „Der Nachlass von Tom Petty und unsere Partner*innen waren schockiert, als sie erfuhren, dass Toms Song ‚I Won’t Back Down‘ gestohlen und ohne Erlaubnis oder Lizenz verwendet wurde, um Kari Lakes gescheiterte Kampagne zu bewerben. Das ist illegal. Wir prüfen alle unsere rechtlichen Möglichkeiten, um diese unerlaubte Verwendung zu stoppen und künftige Unterschlagungen von Toms geliebter Hymne zu unterbinden. Vielen Dank an alle Fans, die uns darauf aufmerksam gemacht haben und die uns jeden Tag dabei helfen, sein Erbe zu schützen.“

In einer weiteren Erklärung sagte Tom Pettys Ex-Frau Jane: „Tom Petty würde niemals zulassen, dass Kari Lake, eine Wahlverweigerin, seine großartige Hymne ‚I Won’t Back Down‘ verwendet, um eine rechtmäßige Wahl nicht anzuerkennen.“

„Kaputte Wahlmaschinen“: Die Hintergründe der Geschehnisse

Lake, eine von Donald Trump unterstützte Republikanerin, hat das Rennen um das Amt als Gouverneurin von Arizona bei den US-Zwischenwahlen Anfang des Monats verloren. Die vergangenen Wochen hat sich die Politikerin vermehrt zum „kaputten Wahlsystem“ geäußert und Berichte geteilt, nach denen viele ihrer Stimmen angeblich nicht gezählt wurden. Trump hat sich diesen Behauptungen angeschlossen und bestätigt, dass in Arizona „viele Wahlmaschinen kaputt waren.“

Bereits im Jahr 2020 reichte der Nachlass von Tom Petty eine ähnliche Unterlassungserklärung wegen der Verwendung des Werks durch Trump ein. Künstler*innen wie Linkin Park und Phil Collins haben ebenfalls rechtliche Schritte eingeleitet, um zu verhindern, dass ihre Musik von den Republikanern verwendet wird.

Hier die Platte „Full Moon Fever“ (1989), auf der auch „I Won’t Back Down“ erschienen ist: