Die 20 wildesten Momente des Iggy Pop
Die 20 wildesten Momente von Iggy Pop – von Erdnussbutter-Schlachten bis Selbstverstümmelung. Punk-Exzess onstage und backstage
Gerüchte kursieren, dass Iggy plant, sich auf der Bühne umzubringen (1973)

Als Iggys Leben zu einem endlosen Strudel aus Gewalt und Drogen verkam, klangen selbst die verrücktesten Gerüchte über ihn glaubwürdig. Laut Paul Trynkas „Iggy Pop: Open Up and Bleed“ tuschelten Stammgäste in Rodney Bingenheimers English Disco in L.A., „Iggy habe einen New Yorker Promoter um eine Million Dollar gebeten, damit er sich live auf der Bühne des Madison Square Garden umbringe“.
Andy Warhol war anderer Meinung. Iggy würde sich bei einer besonderen Silvestershow in der New Yorker Academy of Music umbringen, beharrte der Künstler. Tatsächlich beging Iggy bei dieser Show keinen Selbstmord. Obwohl er seltsamerweise jeden Song als „Heavy Liquid“ ankündigte. Sehr zur Verwirrung seiner Band.
Iggy bekommt Panik bei Elton John in einem Gorillakostüm (1973)

Wütende Menschenmengen, Selbstverstümmelung, unmenschlicher Drogenkonsum. Nichts davon schreckte Iggy Pop ab. Aber Elton John in einem Gorillakostüm? Nun, wir alle haben unsere Grenzen. Am Abend vor einem Stooges-Konzert in Atlanta war Iggy so zugedröhnt, dass er neben dem Days Inn in den Büschen ohnmächtig wurde und sich dann etwas Speed spritzte, um es auf die Bühne zu schaffen.
Mitten in der Show wurde er von einer haarigen Bedrohung empfangen, die sich wie eine Halluzination anfühlte, wenn nicht sogar wie etwas viel Schlimmeres. „Ich dachte nur: ‚Oh mein Gott! Was soll ich tun?‘“, erzählte Iggy Legs McNeill in Please Kill Me. „Ich konnte mich nicht gegen ihn wehren. Ich konnte kaum stehen.“
Iggy schnupft versehentlich PCP (19. August 1973)

Ein Freund von Bebe Buell versorgte Iggy vor seinem Auftritt im Kennedy Center großzügig mit einer Line weißem Pulver. Offenbar sehen Kokain und Angel Dust für einen eifrigen Süchtigen sehr ähnlich aus. Das PCP lähmte Iggy. Aber er bestand darauf, dass die Show weitergehen könne. Die Stooges spielten etwa 15 Minuten lang die Musik zu „Raw Power“, bevor der Sänger hinausgetragen und auf die Bühne gelegt wurde, wo er einige Worte murmelte, zu einem unbeeindruckten Publikum hinausschlenderte und dann erfolglos versuchte, wieder auf die Bühne zu klettern, während seine eigene Band ihn auslachte.
Keyboarder Scott Thurston half ihm schließlich und schreckte zurück, als er sah, was vor sich ging. „Ich sah seine Brust. Es sah aus, als hätte er sich schwer verletzt. Da hingen Fleischstücke an ihm, es war ein schrecklicher Anblick”, erzählte er später Paul Trynka. Thurston war erleichtert, als er erfuhr, dass jemand lediglich ein Erdnussbutter-Marmeladen-Sandwich gegen den Sänger gedrückt hatte.
Iggy teilt eine Flasche Valium mit Bebe Buells Hunden (August 1973)

Als Iggy mit dem Model Bebe Buell zusammen war, konnte er ein gut erzogener Partner sein, der kochte, putzte und sonst im Haushalt half. Er konnte aber auch ein drogenabhängiges Wrack sein. Eines Tages fand Buell Iggy schlafend in ihrer Badewanne, mit ihren beiden Hunden Puppet und Furburger zu beiden Seiten von ihm, ebenfalls bewusstlos.
Als er aufwachte, erklärte er unschuldig, dass er nicht nur Valium genommen hatte. Sondern die Beruhigungsmittel auch mit Buells Haustieren geteilt hatte. Sie überlebten den Vorfall, genau wie Iggy es behauptet hatte. „Ich bin ein Hundeliebhaber!“, protestierte er laut Paul Trynka. „Ich weiß viel über Tiere.“
Iggy spritzt Blut im Max’s Kansas City (31. Juli 1973)

Um die Veröffentlichung von Raw Power zu promoten, wurden die Stooges für vier Abende im Max’s Kansas City gebucht, dem legendären Veranstaltungsort, der Andy Warhol und anderen angesagten New Yorker Szenegängern als Heimatbasis diente. Während Iggy durch das Publikum kletterte, rutschte ihm ein Stuhl unter den Füßen weg. Er warf einen Tisch mit Gläsern zu Boden, die in tausend Stücke zerbrachen. Iggy landete auf ihnen und hatte Schnitt- und Stichwunden, spielte aber weiter.
Trotz der Versuche, die Show zu unterbrechen, zuckte Iggy so heftig, dass Blut auf das Publikum spritzte. Die Versuche, die Wunde mit Klebeband zu verschließen, schlugen fehl. Sein langjähriger Freund Alice Cooper aus Detroit brachte Iggy in die Notaufnahme. Seit Jahren wird heftig darüber diskutiert, ob die Verletzung zufällig oder selbstverschuldet war.
Iggy verursacht bei einem Zuschauer eine Wassermelonen-Gehirnerschütterung (Sommer 1973)

Es war ein heißer Sommertag in St. Clair Lake, Michigan, und Iggy und seine Band verschlangen hinter der Bühne eine Wassermelone. Dann, gekleidet in eine schicke schwarze Unterhose von London, rannte er auf die Bühne, als die Band „Raw Power” anstimmte, und warf begeistert die Reste der Melone in die Menge.
Laut Paul Trynkas „Iggy Pop: Open Up and Bleed” traf er eine Frau mit der Schale am Kopf und verursachte eine Gehirnerschütterung. Aber Iggy war noch nicht fertig damit, Zeug von der Bühne zu werfen. Er schüttete eine Tasse Eis in seine schicken importierten Unterhosen, nahm einzelne Eiswürfel heraus, lutschte sie erotisch. Und warf sie dann in die Menge.