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Die Streifenpolizei - der Podcast für Film & Serien vom Rolling Stone & Musikexpress

Im neuen ROLLING STONE: CD New Noises „The Sound Of Music“

DIE TRACKS

1. Marianne Faithfull „Misunderstanding“
Es sind letzte und allerletzte Worte, die Faithfull gleich zu Beginn ihres wunderbaren Alterswerks, „Negative Capability“, singt, unter der Last eines bewegten Lebens, getragen von Warren Ellis’ klagender Geige.

2. Tusq „Different Planet“
Die Band aus Hamburg und Berlin sieht der Dystopie, dem End- of-the-world-as-we-know-It entgegen und träumt vom Leben auf einem anderen Planeten. Ihr drängender Indie-Rock zu flirrenden Gitarren beschwört den Mut zur Veränderung.

3. Richard Swift „Broken Finger Blues“
Eines der Highlights vom neuen, posthum veröffentlichten Album des Anfang Juli viel zu früh verstorbenen kalifornischen Songschreibers. „Broken Finger Blues“ ist himmlischer Neosoul, der an The Last Shadow Puppets gemahnt.

Kooperation

4. Awkward I „Silent Disco“
Der niederländische Songschreiber und Filmkomponist Djurre de Haan alias Awkward I ruft all seine Talente ab, bietet in „Silent Disco“ somnambulen Sixties-Pop und orchestral verschachtelte Miniatursinfonien zu einer beatlesken Ballade auf.

5. Molly Burch „To The Boys“
Rockabilly-Twang und Jazz- Akkorde, Country noir und eine Prise Surf: Molly Burchs nostalgietrunkene Versuchungen sind so geschmackvoll eingerichtet, als stammten sie aus den späten Fünfzigern. Man könnte auch sagen: Vintage-Pop.

6. Dan Mangan „Just Fear“
Erst nachdem er Vater geworden und aus der Tournee-Tretmühle entkommen war, fand der kanadische Songschreiber die Inspiration für seine beste Platte. „Just Fear“ klingt wie der Missing Link zwischen John Grant und Rufus Wainwright.

7. Laibach „The Sound Of Music“
Die slowenischen Industrial- Pioniere von ihrer weichen Seite: Der Titelsong ihres neuen Albums, „The Sound Of Music“, beginnt als majestätische Hymne. Doch die Harmonie trügt. Grandios verstörender Pomp eröffnet den Blick in den Abgrund.

Die Inhalte der Dezember-Ausgabe des RS


Laibach sind von Originalität und Schizophrenie besessen

Ohne ‚the sound of music‘ hätte es Laibach wahrscheinlich nie gegeben“, sagen Laibach, die sich nur als Gesamtkollektiv äußern. Laibach, die slowenische Band mit ihrem drakonisch-­martialischen Auftreten, die sich oft mit Faschismus­vorwürfen konfrontiert sieht und deren Sound sich Rammstein zu eigen gemacht haben? Und „The Sound Of Music“ („Meine Lieder – meine Träume“), das amerikanische Filmmusical von 1965, angesiedelt im beschaulichen Österreich von 1938, mit Kitsch und Liebreiz überfrachtet? Ja, ­genau die. Die Geschichte von Laibach begann 1980. Eine Skandalchronik: ihr Name, die frühere Bezeichnung für Ljubljana, ihr Auftrittsverbot in Jugoslawien, ihr provokantes Spiel mit Symbolen und Sujets. Da passt „The Sound…
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