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Highlight: Die 100 größten Musiker aller Zeiten: The Rolling Stones – Essay von Steven van Zandt

Liste

The Rolling Stones: Die 15 spannendsten Cover-Versionen ihrer Songs

Otis Redding – „(I Can’t Get No) Satisfaction“

Otis Redding galt zu Lebzeiten als einer der mitreißendsten Live-Musiker. „Schuld“ an dieser Tatsache war auch seine unglaubliche Version von „Satisfaction“ – vor allem jene, die auf dem legendären Live-Mitschnitt seiner Apollo-Show verewigt wurde. Videos zeigen, wie beseelt er sich in den Song wirft. Er peitscht ihn dem Ende entgegen, während ihm der Schweiß die Stirn runter läuft…

Marianne Faithfull – „As Tears Go By“

„I want a song with brick walls all around it, high windows and no sex“ – so lautete angeblich der Arbeitsauftrag von Stones-Manager Andrew Loog Oldham, mit dem er Richards und Jagger in eine Küche sperrte, bis sie mit einem Song wieder rauskamen. Oldham war es auch, der den Song der damals 17jährigen Faithfull gab. Eigentlich als B-Seite geplant, wurde der Song aufgrund erster euphorischer Reaktionen zur A-Seite und 1964 ein Single-Erfolg für Faithfull – noch bevor die Stones 1965 ihre Version aufnahmen. Hier gibt es eine schöne Live-Version aus jüngerer Vergangenheit.

Social Distortion – „Under My Thumb“

Mike Ness verewigte „Under My Thumb“ offiziell erst als Bonus-Track auf dem „White Light, White Heat, White Trash“-Album in einer wuchtigen Studioversion – er war allerdings schon seit den frühen Jahren der Band ein Live-Standard und tauchte auf diversen Bootlegs auf. Hier gibt es eine sehr frühe Live-Aufnahme, die sehr schön zeigt, wie viel Wut, Aggression und Renitenz in diesem bei den Stones fast brav klingenden Song stecken kann.

Ryan Adams & Beth Orton – „Brown Sugar“

Man kann an dieser Stelle ruhig mal neidisch werden auf die britische Konkurrenz vom Uncut-Magazin – die hatten diese wundervoll zurückgenommene Version von Adams und Orton mal auf einer CD-Beilage ihres Magazins. Wie sich ihre Stimme ergänzen und umspielen, während das Piano dunkel dröhnt – das hat schon was.



Die 100 größten Musiker aller Zeiten: The Rolling Stones – Essay von Steven van Zandt

The Rolling Stones Von Steven Van Zandt Die Rolling Stones sind mein Leben. Wenn sie nicht gewesen wären, wäre ich tatsächlich ein „Soprano“ geworden. Das erste Mal sah ich sie im Fernsehen. Das war 1964. Die Beatles waren damals perfekt: die Haare, die Harmonien, die Anzüge. Sie verbeugten sich synchron. Ihre Musik war ungeheuer raffiniert. Die ganze Sache war aufregend und fremdartig, aber auch sehr weit weg in ihrer Perfektion. Die Stones waren auch fremdartig und aufregend, aber bei ihnen lautete die Botschaft: „Vielleicht kannst du das auch.“ Die Haare waren schlampiger. Die Harmonien ein bisschen daneben. Und lächeln taten…
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