Toggle menu

Rolling Stone

Back to top Share
Artikel teilen
  • Facebook
  • Twitter
  • Google+
  • Whatsapp
  • Email
Search

Im neuen ROLLING STONE: CD Rare Trax „Purple Sounds“

Kommentieren
0
E-Mail

Im neuen ROLLING STONE: CD Rare Trax „Purple Sounds“

Facebook Twitter Google+ Whatsapp Email Kommentare
von

>> Hier geht es zum Shop, wo Sie die Juni-Ausgabe des ROLLING STONE kaufen können – mit exklusiver Prince-Live-DVD!

Wie covert man einen Prince-Song, ohne dass es peinlich wird? Man kann sich zum Beispiel respektvoll an die Vorlage halten, wie das Señor Coconut And His Orchestra getan haben. Ihre Version von „Kiss“ gerät zwar nicht ganz so sexuell aufgeladen wie Prince’ ’86er Hit, bezaubert jedoch mit raffiniertem Percussion- und Bläsereinsatz. Sufjan Stevens dagegen entfacht in seiner Interpretation von „Alphabet St.“ gleich ein ganzes Arsenal elektronischer Sounds und singt herrlich somnambul – eine ironische Verbeugung vor der funkigen Anmache von 1988. Of Montreal unterziehen „Computer Blue“ erstmal einer Beschleunigungskur, bevor Sänger ­Kevin Barnes mit exaltiertem Kreischen den Prince-Imitator gibt.

Dann wären da natürlich noch die Künstler, die das Original ihrer eigenen musikalischen Welt einverleiben: Sharon Jones & The Dap-Kings befreien „Take Me With You“ von allem Synth­ballast und legen die Soulwurzeln des Songs offen. Dass Prince Countrywurzeln hatte, lässt sich, nun ja, eher schwer nachweisen. Was die Okra All-Stars, unter anderem mit Jeb Loy ­Nichols und Dave Schramm, nicht davon abhält, aus „Purple Rain“ ein schunkelndes Hillbillystück zu machen. ­Damon Garrett Riddick trägt seine stilistische Vorliebe schon im Pseudonym Dâm-Funk. Seine Version von „17 Days“ klingt wie ein liebevoll nachempfundenes Lounge-Update der ursprünglichen B-Seite zu „When Doves Cry“.

Zu den fantastischen Prince-Songs, mit denen andere Hits hatten, gehört Cyndi Laupers „When You Were Mine“. Der Kalifornier Owen Ashworth aka Casiotone For The Painfully Alone verkehrt die erwartungsvolle Pop-Hysterie des Hits von 1985 in eine depressive Indietronica-­Ballade. Weit finsterer treiben es die slowenischen Industrial-Pioniere von Laibach mit „The Cross“: Das wütend-verzweifelte Lamento von Prince’ Meisterwerk „Sign O’ The Times“ ist eine bombastische Teufelsanbetung. Als Bonustrack gibt es das unheilschwangere „Prince Alone In The ­Studio“, das Bill Callahan 1995 unter seinem Moniker Smog veröffentlichte.

ROLLING STONE im Juni:

Kommentieren
0
E-Mail

Nächster Artikel

Vorheriger Artikel
Kommentar schreiben