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IS in Frankreich: Spekulationen um ein Computerspiel als Vorlage für die Terror-Attacken


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Die blutigen Anschläge in Paris vom 13. November, denen mehr als 120 Menschen zum Opfer fielen, haben laut Experten eine neue Dimension angenommen. Wie kaum eine andere Terrorattacke in den letzten Jahren zuvor erschienen die Angriffe strategisch gut vorbereitet und in Bezug auf ihre auch mediale Wirkung perfide durchdacht.

Mehrere User posteten nur wenige Stunden nach den Anschlägen Screenshots aus dem Computerspiel „Battlefield 3“. In dem bereits 2011 herausgebrachten Game gibt es eine Mission, in der man in der französischen Hauptstadt Terroristen liquidieren muss – und zwar am 13. November.

Links unten im Bild sieht man eindeutig das Datum: 13. November
Links unten im Bild sieht man eindeutig das Datum: 13. November.

„Battlefield 3“ spielt in einer fiktiven Welt, in der sich Terroristengruppen mit den USA und Russland im Krieg befinden. In dem Computerspiel schlüpft der Spieler in die Rolle von Dimitri Mayakovsky, der an der Pariser Börse Terroristen töten soll.

Ego-Shooter als Terror-Vorlage

Nun bleibt es reine Spekulation, ob die Terroristen, die Paris am vergangenen Freitag (13. November) in Panik versetzten, Videospiele oder sogar „Battlefield 3“ als Blaupause für ihre Taten verwendeten. Wenn es auch keine weiteren Übereinstimmungen zwischen dem Spiel und den Anschlägen in Paris gibt, so kann es zumindest sein, dass sich die Attentäter mithilfe solcher Games bereits auf den Ernstfall vorbereiten.

PlayStation-Netzwerk diente möglicherweise als geheimer Treffpunkt

Eine andere Bedeutung könnten in diesem Zusammenhang aber PlayStation-Konsolen haben, wie Jan Jambon, der belgische Innenminister, am Montag (16. November) nach der Festnahme mutmaßlicher Strippenzieher des Terrors in seinem Land mitteilte: So erfreuen sich, wie Jambon sagt, die Online-Netzwerke von Sony, in denen User miteinander spielen und auch kommunizieren können, großer Beliebtheit, um möglicherweise Terrorpläne auszutauschen. Wie der Innenminister der Brüsseler Wochenzeitung „The Bulletin“ erzählte, sei das Playstation-Netzwerk noch schwieriger zu überwachen als WhatsApp.

Wie „Forbes“ berichtet, sei bei den Ermittlungen zu den Anschlägen in Paris festgestellt worden, dass die Attentäter mindestens eine PS4-Konsole genutzt haben. Das Netzwerk böte sich als ideale Plattform an, relativ unbehelligt von anderen Dienstleistern oder gar von Geheimdiensten zu mailen und Ideen auszutauschen. In den Spielen könnten so kurzzeitig Nachrichten eingebracht werden . Z.B. wenn sie in einem Ego-Shooter als Botschaft an die Wand geworfen werden und dann kurz danach wieder verschwinden.

 


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