Jazz-Legende Ornette Coleman ist tot

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Jazz-Legende Ornette Coleman ist tot

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Ornette Coleman ist tot. Der Alt-Saxofonist und Komponist starb am Donnerstag (11. Juni) in Manhattan, New York. Das teilte ein Sprecher seiner Familie der „New York Times“ mit. Todesursache ist ein Herzinfarkt. Coleman wurde 85 Jahre alt.

Ab den späten 1950er Jahren revolutionierte der gebürtige Texaner den Free Jazz – er gab der Stilrichtung sogar ihren Namen. Sein bekanntestes Werk ist „Free Jazz: A Collective Improvisation“, das er 1960 mit Eric Dolphy (Bassklarinette), Don Cherry (Taschentrompete), Freddie Hubbard (Trompete), Scott LaFaro (Bass), Charlie Haden (Bass), Billy Higgins (Schlagzeug) und Ed Blackwell (Schlagzeug) einspielte.

Vor allem entwickelte Coleman, der sich das Saxofonspielen und Noten lesen im Selbststudium beibrachte, ab 1970 die so genannte „Harmolodie“. Kennzeichen ist die Improvisation über lineare Intervallreihen. Sein letztes Album „Sound Grammar“ erschien 2006. Für das in Deutschland aufgenommene Werk erhielt Ornette Coleman den Pulitzer-Preis für Musik.

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