John Farnham: Schwierige Krebs-Operation bei der Stimme Australiens


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Der 73-Jährige is „down under“ ein vielseitig verehrter Starmusiker. Hierzulande gilt er eher als „One Hit Wonder“ aus den mittleren Achtzigern des letzten Jahrhunderts.

Sein 1986er-Hit „You’re the Voice“ ist in Australien dagegen als inoffizielle Nationalhymne und wird (neben der Chorband Swingle Singles) auf klassischen Sportveranstaltungen aus tausenden Kehlen geschmettert.

Jetzt die Schocknachricht: Bei John Farnham wurde Krebs diagnostiziert. Bereits an diesem Dienstag (australischer Zeit) wurde er in einer Klinik in Melbourne operiert.

Ein aus seinem Familienkreis veröffentlichtes Statement vermittelt Demut und Tapferkeit. „Eine Krebsdiagnose ist etwas, mit dem so viele Menschen jeden Tag konfrontiert werden“, wird er in dieser Stellungnahme in seinen eigenen Worten zitiert. „So viele Menschen haben diesen Weg bereits vor mir beschritten.“

Er bedankte sich auf diesem Wege bei seinem Ärzteteam. Er befinde sich „in professionellen Händen“. Farnham musste 2019 eine große Tournee abbrechen. Damals warf ihn eine Niereninfektion aus der Bahn. Gegenüber australischen Medien sprach der Singer-Songwriter von einem „Weckruf“. Schon damals hatte er sich einer Operation unterziehen müssen, „Ich muss mehr auf mich aufpassen“, so sein Credo.

Geboren in England kam Farnham mit seinen Eltern als Zehnjähriger nach Australien. Dort schaffte er es, zu einer der größten Musik-Legenden des Landes zu werden. Er war einer der zentralen Music Acts bei der Eröffnung der Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney. Sein Medley an der Seite der kürzlich verstorbenen Olivia Newton-John bleibt unvergessen.

Seine kieksige Saloon-Piano-Hymne „You’re The Voice“ mit ewigen Zeilen „We are all someone daughters, we are all someone’s sons” sowie „How Long we can look at each other?” vom 1986er-Album „Whispering Jack” kam auch hierzulande auf Platz eins der offiziellen Single-Charts.