John Oliver klärt über fatale Corona-Ausbreitung in Gefängnissen auf


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In der Sonntagsausgabe (21. Juni) der Late-Night-Talkshow „Last Week Tonight” beschäftigte sich Moderator John Oliver damit, wie sich das Coronavirus in Gefängnissen ausbreitet, und kam zu der Erkenntnis, dass zumindest ein Teil der Häftlinge freigelassen werden müsste, um unnötige Todesfälle zu verhindern.

Die amerikanischen Gefängnisse sind in den vergangenen Wochen zu Brutstätten für das Virus mutiert, die US-Ausgabe des ROLLING STONE berichtete von 68.000 infizierten Insassen, die Zahl der Todesfälle in Gefängnissen im Zusammenhang mit COVID-19 stieg um 73 Prozent.

Gefängnisse sind nicht auf eine Pandemie vorbereitet

Oliver merkte an, dass die Haftanstalten schlichtweg nicht so gebaut sind, dass sie mit einem Virusausbruch wie diesem klarkommen könnten: Die Zellen sind klein, sodass distanzieren nahezu unmöglich ist, Vorräte wie Seife und Masken seien knapp.

Die Insassen, die sich mit dem Virus infizieren, würden oftmals in Einzelhaft gebracht werden, da es keine andere Möglichkeit gibt, sie unter Quarantäne zu stellen.

„Es ist kein großer Anreiz für die Insassen, sich zu melden, wenn es im Grunde genommen heißt: ‚Hört mal, sagt uns einfach, dass ihr krank seid, und wir stecken euch in ein spezielles Bestrafungs-Loch’“, schlussfolgerte Oliver.

Viele lokale Polizeibeamten argumentieren, dass die Anstalten doch immerhin vom Rest der Gesellschaft abgeschnitten sein würden. Dies ist für den Moderator keine angemessene Ausrede, schließlich würden kranke Insassen ins Krankenhaus gebracht werden und könnten so das Virus aus dem Inneren das Gefängnisses in die Außenwelt bringen. Außerdem gebe es noch zu viele Leute, die nur für kurze Zeit in eine Zelle gebracht werden, um dann nach wenigen Stunden wieder entlassen zu werden.

Auf Grund dessen forderte er die Freilassung von einer gewissen Anzahl an Häftlingen. Ihm sei natürlich klar, dass sich nicht alle Insassen von ihrer besten Seite zeigen würden, daher forderte er die Freilassung von denjenigen, die auf ihren Prozess warten, die Kaution nicht bezahlen konnten, sowie von Straftätern, die den größten Teil ihrer Zeit abgesessen haben, insbesondere immungeschwächte und ältere Menschen.

Denn „die Risiken einer sorgfältigen Freilassung überwiegen bei weitem das Risiko, alle im Gefängnis zurückzulassen.“ Oliver verbürgte sich sogar für die Freilassung oder den Hafturlaub von besonders schweren Kriminellen.


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