Johnny Depp: Vor dem Prozessfinale bekommt er viel Zuspruch von Frauenrechtsgruppe


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Freitag war Pausentag im Gerichtssaal in Fairfax/Virginia. Reichlich Gelegenheit für allerlei prominente Einlassungen vom Spielfeldrand, von denen sich die Geschworenen im Prozess zwischen Johnny Depp und Amber Heard natürlich nicht beeinflussen lassen dürfen. Die letzte Verhandlungswoche steht an. Wenn es keine neuerlichen Ergänzungen oder Zeugen-Aufrufe gibt, beginnen am 27. Mai die Schluss-Plädoyers.

Ein unerwarteter Appell für Depp kam von der italienischen Frauenrechtsgruppe Mission NGO, die „Mitgefühl“ für den 58-Jährigen signalisierte. „Als Frauen und Mütter haben wir die Pflicht und die Verantwortung, unsere Söhne und Töchter zu erziehen … ohne Unterschied des Geschlechts, um Gewalt zu verhindern“, erklärte Präsidentin Valeria Altobelli in einer öffentlichen Stellungnahme.

Die ehemalige Miss Italy sagte weiterhin: „Als Frauen haben wir Mitgefühl und empfinden Empathie nicht für den Star, das Talent, den Schauspieler, sondern für einen Mann, einen Vater, einen Arbeiter, einen Menschen (…). Wir sind menschlich und wir müssen die Menschlichkeit finden, für die wir geboren wurden.“

Amber Heard und Johnny Depp

Diese eher allgemein gehaltene Bekundung ging nicht näher auf die bislang bekannten Prozessdetails ein. Sie folgte nach den Zeugenaussagen von Schauspielerin Ellen Barkin, die Depp „Trunk-„ und „Dauereifersucht“ attestierte. Der Musikproduzent Bruce Witkin konstatierte ebenfalls im Zeugenstand, dass Depp Drogen und Alkohol nahm, um seinen emotionalen Schmerz zu bewältigen.

Auch Hole-Sängerin Courtney Love meldete sich unaufgefordert zu Wort. Love beschreibt in einem Video auf Twitter, wie Depp sie Mitte der 1990er-Jahre vor seinem Musikclub „Viper Room“ auf dem Sunset Strip vor einer Drogenüberdosis bewahrte.

Zudem habe er sich rührend um ihre damals 13-jährige Tochter Francis Bean gekümmert. „Als ich auf Crack war und Frances eine schlimme Zeit mit den Sozialarbeitern durchmachen musste, hat Johnny ihr einen vierseitigen Brief geschrieben. Diesen hat sie mir erst viel später gezeigt“. Gegen Ende ihres Clips machte Love deutlich, dass sie zwar in dem Verleumdungsprozess auf der Seite von Depp stehe, aber dennoch „Empathie“ für die nun vielfach verfemte Heard habe. Sie kenne die Situation „most hated“ zu sein aus eigener schmerzvoller Erfahrung.

 

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Ein Beitrag geteilt von Eva Green Web (@evagreenweb)

Die französische Schauspielerin Eva Green, mit der Depp im 2012er-Fantasy-Film „Dark Shadows“ zu sehen war, schlug sich vorbehaltlos ins Depp-Lager. Sie postete ein gemeinsames Foto vom Roten Teppich auf Instagram mit der Textbotschaft: „Ich habe keinen Zweifel daran, dass Johnnys seinen guten Namen und sein wundervolles Herz wieder etablieren kann. Das Leben wird besser sein, als es für ihn und seine Familie jemals war“. Der Beitrag bekam über das Wochenende über 235.000 Likes.

Damit reiht sie sich ins Depp-Supporter-Team von Ohrfeigen-Opfer Chris Rock, Krawall-Podcaster Joe Rogan oder Kim-Basinger-Model-Tochter Ireland Baldwin ein.

STEVE HELBER POOL/AFP via Getty Images