Amber Heard vs. Johnny Depp: Bringen Ellen Barkin und Kate Moss Licht in die Sache?


von

Der 18. Verhandlungstag im Prozess zwischen Johnny Depp und Amber Heard steht unmittelbar bevor. Um 15 Uhr MEZ wird zu Beginn die auf Video aufgezeichnete Aussage von Raquel „Rocky“ Pennington, fortgeführt. Heards Langzeit-Freundin hatte ihr anhand eines Alltagsbeispiels zumindest ein aufbrausendes Verhalten, mit eigenen Ansätzen zur körperlichen Gewalt, attestiert.

Das würde sich mit Erkenntnissen decken, die Depps Anwältin bei der Befragung im Kreuzverhör zu Protokoll brachte. Anhand eines Audio-Mitschnittes konnten die Geschworenen einen verletzenden Streit um Karriere und Eifersucht mitverfolgen. Sie habe ihn mit „schrecklichen, hässlichen Worten beleidigt“, so die 36-Jährige. Wohl kein Einzelfall.

Auf Nachfrage gab Heard zu:  „Ich habe Johnny auch geschlagen“. Doch das nur, um ihre Schwester und sich selbst zu verteidigen. Wie das US-Boulevardblatt „New York Post“ aus einschlägigen Quellen erfahren haben will, soll deshalb Whitney Henriquez (die Schwester der Schauspielerin) zeitnah in den Zeugenstand gerufen werden. Sie soll ein Flashback auf den März 2015 geben und zu bereits dokumentierten blauen Flecken in Heards Gesicht Stellung nehmen.

Weiterhin wird Schauspielerin Ellen Barkin (68), die 1998 während der Dreharbeiten zu „Fear and Loathing in Las Vegas“ eine längere Affäre mit Depp hatte, per Videokonferenz zugeschaltet. Barkin soll über einen Vorfall sprechen, der bereits während Depps Verleumdungsprozess gegen die Murdoch-Tageszeitung „The Sun“ 2020 in Großbritannien zur Sprache kam. Sie bestätigte seinerzeit, dass Depp eine Weinflasche auf sie gefeuert hatte. Nach Eifersuchts-Szenen und wilden Beschimpfungen.

Depps Anwältin Camillie Vasquez wird möglicherweise die britische Modeikone Kate Moss befragen, die Mitte der 1990er mit Depp liiert war. Amber Heard hatte in ihren Aussagen behauptet, Depp habe die Britin in dieser Zeit eine Treppe hinuntergestoßen. Moss wiederum hatte sich in einem 2012er-Interview in Vanity Fair eher an die wohlmeinende „Kümmerer-Seite“ von Depp erinnert.