Keith Richards – seine 20 besten Songs

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Keith Richards – seine 20 besten Songs

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20. „Connection“ (1967)

Album: „Between the Buttons“

Dunkel, sprunghaft, missmutig und ein wenig paranoid, dem Gesetz immer einen Schritt voraus – Jagger und Richards ergänzen im Gesangsduett zu „Connection“ ihre Gedanken. Es ist einer der ersten Songs, in dem der Gitarrist seiner Stimme eine prominente Rolle zuweist.

19. „Hurricane“ (2005)

Erschienen als Single

Diese Akustik-Blues-Nummer ist in Paris entstanden – ein Jahr nach den Anschlägen auf das World Trade Center in New York. „Ich habe versucht, es in Folkmusik zurück zu übersetzen, schlichtweg mit dem Thema eines großen Desasters, ohne politischen Kontext.“ Der Song wurde im Zuge von Hurricane Katrina veröffentlicht. Fans, die bei der 2005er Tour Geld an das Rote Kreuz spendeten, bekamen den Song geschenkt.

18. „Little T&A“ (1981)

Album: „Tattoo You“

„Dieser Song handelt von einer tollen Zeit, die ich mit jemandem hatte, den ich nur ein, zwei Nächte gesehen habe“, so Richards im Jahr 1981. Der Titel des Songs sollte jedoch später eine wichtige Bedeutung bekommen, als seine Töchter geboren wurden. „Ihr Name ist Theodora. Und ein Jahr später kam Alexandra. Little T&A. Und ich hatte diesbezüglich wirklich keine Hintergedanken, als ich diesen Song schrieb.“

17. „This Place Is Empty“ (2005)

Album: „A Bigger Bang“

„This Place Is Empty“ ist eine bewegende Hommage an Richards‘ Frau Patti Hansen. Er schrieb sie während einer einsamen Nacht in ihrem gemeinsamen Haus in Weston, Connecticut. „Bare your breasts/And make me feel at home / You and me, we’re like all the rest/And we don’t want to be alone.“ Zehn Jahre später sagte er dazu: „Ich mag es lieber, wenn man jemanden mit der einen Zeile zum Lachen und mit der anderen zum Weinen bringt.“

 

16. „All About You“ (1980)

Als Keith Richards eine seiner schönsten Balladen aufnahm, steckten er und Mick Jagger gerade in einer tiefen Krise. In dem Song ging es daher nicht wie von vielen vermutet um Anita Pallenberg, sondern um Jagger. „Ich merkte, dass Mick es teilweise genoss, dass ich Junkie war – nämlich wenn ich nicht im Stande war, die täglichen Geschäfte zu stören.“

15. „The Worst“ (1994)

Album: „Voodoo Lounge“

Mit dem „Voodoo Lounge“-Song warnt Richards, sich von ihm fernzuhalten: „I said from the first/I am the worst kind of guy/For you to be around“. Die Kraft liegt insbesondere in der steten Geschwindigkeit und der Ehrlichkeit des Tracks. Hinzu kommt eine sanfte Pedal-Steel-Gitarre und Geigen-Solo von Frankie Gavin.

14. „How I Wish“ (1988)

Album: „Talk Is Cheap“

„How I wish thay you were here again“, trauert Richards in diesem Song – Laut Gitarrist Waddy Wachtel, der bei „How I Wish“ vertreten war, lässt das punktgenaue Spiel des Stones-Gitarristen den Track zum Leben erwachen „Diese Gitarrenhiebe, diese Synkopen, niemand kann diese Parts so wie Keith spielen.“

13. „I Could Have Stood You Up“ (1988)

Album: „Talk Is Cheap“

„I Could Have Stood You Up“ ist ein Tribut an Rockabilly- und Doo-Wop-Zeiten, und dieser beschränkt sich nicht nur auf den Sound: Mick Taylor füllte den Song mit flüssigen Blues-Licks, während Johnnie Johnson ein Boogie-Woogie-Piano-Stück hinzufügte. „Für mich ist Johnson einer der versteckten Künstler in der amerikanischen Musik. Mick Taylor ist einfach ein brillanter Gitarrist.“

12. „Locked Up“ (1988)

Album: „Talk Is Cheap“

Die reumütige Ballade ist von der „Straßenmusik“ des südafrikanischen Soweto inspiriert, weshalb Akkordeonist Stanley „Buckwheat“ Dural und Geiger „Michael Doucet“ dafür engagiert wurden. „Ich wusste, dass ‚Locked Away‘ mehr Farbe brauchte.“

11. „Coming Down Again“ (1973)

Album: „Goats Head Soup“

Autobiografische Songs sind nicht unbedingt Richards‘ Sache. Diese sorgenvolle Ballade hingegen ist eine Ausnahme. Das tränenreiche Wah-Wah-Gitarrenspiel gepaart mit den Drogenanspielungen im Refrain, all das wäre ohne Heroin nicht zustande gekommen, gibt der Musiker zu. „Ich weiß nicht, ob es um Dope ging. Es war einfach ein Trauersong – und nach dieser Melancholie sucht man in sich selbst.“

10. „Eileen“ (1992)

https://www.youtube.com/watch?v=TrTecdfgXI0

Album: „Main Offender“

Die Sessions für „Main Offender“ starteten zwischen ein und drei Uhr morgens – mit Jack Daniel’s und anderen Dingen, erinnert sich Keith Richards. Eines der Highlights daraus ist das schluderige „Eileen“, das von seinem furiosen Gitarrenspiel und der schnarrenden Stimme angetrieben wird.

9. „Wanna Hold You“ (1983)

Album: „Undercover“

Ein Beatles-Tribut sozusagen – 20 Jahre nach Lennons und McCartneys „I Wanna Be Your Man“. Ein Demo des Songs nahmen Jagger und Richards bereits 1982 in einem Kellerstudio in Paris auf. In der Hit Factory in New York beendeten sie ihre Arbeit daran schließlich ein Jahr später. „Vielleicht habe ich ihn umgeschrieben, aber er ist ein dummer Pop-Song geblieben.“

8. „Thief In The Night“ (1997)

Album: „Bridges to Babylon“

„Den Titel habe ich aus der Bibel, die lese ich ziemlich häufig“, erinnert sich Richards zu diesem Song. Er verarbeitet darin die Beziehungen zu verschiedenen Frauen – weil Jagger Probleme mit dem Lied hatte, sprang er als Sänger ein.

7. „Take It So Hard“ (1988)

Album: „Talk Is Cheap“

„Es hat mich wieder zum Leben erweckt. Es fühlte sich an, als sei ich gerade aus dem Knast gekommen“, sagt Richards über sein Album „Talk Is Cheap“. Die erste Single daraus wurde „Take It So Hard“ – mit einem harten Groove, Bar-Piano-Sound und tosender Telecaster.

6. „Thru And Thru“ (1994)

Album: „Voodoo Lounge“

Den letzten Song auf „Voodoo Lounge“ erdachte Keith Richards, während er 1993 mit Jagger und Watts auf Barbados an neuen Songs arbeitete. Er und sein Gitarrentechniker Pierre de Beauport gingen nach einer durchzechten Nacht noch ins Studio, um das Lied einzuspielen. Später erhielt es besondere Aufmerksamkeit, als es für die Fernsehserie „Sopranos“ verwendet wurde.

5. „Slipping Away“ (1989)

Album: „Steel Wheels“

Auf dem Schluss-Track von „Steel Wheels“ beschwört Richards seine eigene Sterblichkeit herauf. Der Song markiert einen Moment der Ruhe in der damals schwierigen Beziehung zwischen ihm und Mick Jagger.

4. „Make No Mistake“ (1988)

Album: „Talk Is Cheap“

Während Richards „Talk Is Cheap“ schrieb, beschäftigte er sich viel mit Reggae und Memphis-Soul. Für sein Solo-Debüt arbeitete er mit Produzent Willie Mitchell zusammen und holte sich das LaBelle-Mitglied Sarah Dash als gesangliche Unterstützung dazu. Ein ungewöhnlicher Akkord fügt dem Lied  ein unheimliches Element hinzu: „Mein Lieblingsakkord ist der, den ich noch nicht gefunden habe. Aber hier ist einer der Momente, in denen ich glaube, ihn gefunden zu haben.“

 

3. „You Got The Silver“ (1969)

Album: „Let It Bleed“

„Dies war nicht die erste Soloaufnahme mit den Stones“, so Keith Richards in seinen Memoiren. „Es war aber einer der ersten Songs, die ich selbst geschrieben habe.“ Der schroffe, simpel gestrickte Country-Blues brilliert dank Acoustic-Slide und dem Autoharp-Spiel von Brian Jones. „You Got The Silver“ ist einer der emotionalsten Offenbarungen auf „Let It Bleed“.

 

2. „Before They Make Me Run“ (1978)

Album: „Some Girls“

„Dieser Song… das war ein Schrei des Herzens.“ Das Tempo in „Before They Make Me Run“ zeugt von unbändiger Energie, das Hammer-on des offenen G-Riffs zählt zu Richards Handwerkszeug und der Text ist ein offener Appell an die kanadischen Behörden, wegen des kürzlichen Drogenbesitzes nicht zu hart mit ihm umzuspringen. „Booze and pills and powders… done my time in hell.“

 

1. „Happy“ (1972)

Album: „Exile On Main Street“

Um seinen Sound zu schärfen, entfernte Richards eine Seite an seiner Gitarre. „Du änderst eine Saite und plötzlich hast du ein völlig neues Universum unter deinen Fingern. Ich arbeitete an meinem Markenzeichen.“ Der Track war in etwa vier Stunden geschrieben und aufgenommen. Nach dem ersten Take spielte Richards den Bass selbst ein. „Ich war ziemlich glücklich darüber. Deshalb heißt der Song ‚Happy‘.“

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