Kampfhubschrauber der US-Armee flogen zu Kid Rocks Haus. Die Armee ermittelt
Kampfhubschrauber der US-Armee kreisten über Kid Rocks Anwesen – ausgerechnet am Tag der No-Kings-Proteste in Nashville.
Die US-Armee hat das maximale Einberufungsalter auf 42 Jahre angehoben – Kid Rock, 55, kann also immer noch nicht einrücken. Das hielt das MAGA-Sprachrohr aber nicht davon ab, vergangenes Wochenende in Nashville den Soldaten zu spielen: Er postete ein Video, in dem er ein Paar US-Armee-Kampfhubschrauber salutiert, die aus unbekannten Gründen über seinem Haus in Whites Creek, Tennessee, kreisten – einem ländlichen Gebiet rund 18 Kilometer außerhalb der Innenstadt.
In dem auf Rocks Instagram geteilten Video ist der Sänger zu sehen, wie er vom Pooldeck seines Hauses aus zwei Apache-Hubschraubern applaudiert. Das Anwesen ist ein Nachbau des Weißen Hauses, den er „The Southern White House“ getauft hat. Eine Miniaturfreiheitsstatue wacht über den Pool. (Anmerkung: Das echte Weiße Haus hat noch keine Freiheitsstatue – noch nicht.) „Das ist eine Art von Respekt, die der hirnlose Gouverneur von Kalifornien niemals kennen wird“, schrieb Rock unter das Video – ein Seitenhieb auf Gavin Newsom. „Gott segne Amerika und alle, die das höchste Opfer für ihre Verteidigung gebracht haben.“
Rocks Kommentar legt nahe, dass hier irgendwer irgendwem Respekt zollt: die Piloten dem Rapper? Der Rocker dem Militär? Wie auch immer – der Überflug löste online eine Flut von Kommentaren aus, die fragten, ob der Besuch genehmigt war, von wem, und ob er Steuergelder gekostet hat. Jetzt ermittelt die US-Armee.
101st Airborne unter der Lupe
In einer Erklärung gegenüber dem Nachrichtensender WKRN aus Nashville teilte ein Sprecher der 101st Airborne Division, stationiert in Fort Campbell, Kentucky – wo an diesem Unabhängigkeitstag ein Hologramm des verstorbenen Charlie Daniels auftreten soll –, mit, dass eine Untersuchung eingeleitet worden sei.
„Die Führung von Fort Campbell ist sich eines Videos bewusst, das in sozialen Medien kursiert und AH-64-Apache-Hubschrauber zeigt, die in der Nähe eines Privatgrundstücks von Herrn Robert Ritchie (auch bekannt als ‚Kid Rock‘) operieren“, erklärte Maj. Jonathon Bless, Pressesprecher der 101st Airborne Division. „Das Kommando hat eine Untersuchung eingeleitet, um die Umstände dieser Aktivität zu prüfen.“
Flugverfolgungsdaten zufolge umkreiste mindestens einer der Hubschrauber Rocks Anwesen innerhalb von drei Minuten viermal.
Trainingsflug als Erklärung
Gegenüber der „Washington Post“ erklärte Bless, die Maschinen hätten sich auf einem Trainingsflug befunden; der Überflug über dem Privatgelände sei nicht Teil dieses Auftrags gewesen.
„Eine administrative Überprüfung ist im Gange, um den Einsatz zu bewerten und die Einhaltung von Vorschriften und Luftraumanforderungen zu verifizieren“, sagte ein weiterer Armeesprecher, Maj. Montrell Russell. „Sollten Verstöße festgestellt werden, werden entsprechende Maßnahmen ergriffen.“
Der Ausflug der Hubschrauber zu Rocks Anwesen fand am selben Tag statt wie die No-Kings-Proteste in Nashville.