Kurt Cobain mochte keine AXL-Haare


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Es ist eine Art posthume Abneigung, von der Metallica-Gitarrist Kirk Hammett im Frage-Antwort-Format des „NME“, „Does Rock ‚N‘ Roll Kill Braincells?!“, jüngst zu berichten wusste. Eine späte Abrechnung mit dem Hardrock-Machotum von Axl Rose und seinen lederbehosten Mannen Ende der 1980er-Jahre.

Kurt Cobain, so erzählte Hammett, mochte nicht, wofür Guns N‘ Roses gestanden hat“. Nirvana waren von allerhöchster Stelle auserwählt, in einem Genre-crossenden USA-Tourpaket für Metallica und die Roses auf den Auftakt zu geben. Cobain habe schlichtweg keine Lust gehabt.

Nach dem weltweiten Blitzerfolg des Albums „Nevermind“, erschienen im September 1991, waren die vormaligen Indie-Grunger selbstbewusst genug, um die Offerte aus dem Hard-&-Heavy-Lager abzulehnen.

Kurt Cobain und Kirk Hammett
Metallica-Gitarrist Kirk Hammett und Nirvana-Sänger Kurt Cobain

„Es war mein Job bei Kurt [Cobain] anrufen, um mit ihm über die Bedingungen zu sprechen, an unserer Tournee teilzunehmen“, erinnert sich Hammett. „Er dozierte ununterbrochen davon, dass er nicht mochte, wofür Guns N‘ Roses stand. Ich gab den Pragmatiker und sagte zu ihm: ‚Geh einfach auf die Bühne und repräsentiere deine Band Nirvana. Spiel ne die Show und das war’s dann’“.

Doch Hammett biss bei Cobain auf Granit. „Ich habe ihn regelrecht angefleht, doch er wollte auf nichts hören. Dabei wäre es so großartig gewesen, wenn Nirvana ein Teil dieser Tournee gewesen wäre. Doch wie das mal so ist im Leben: Die nominelle Vorband Faith No More war auch großartig.“

Hammett erinnerte sich weiter, dass er Cobain zu Metallicas Show in Seattle im Rahmen der „The Black Album“-Tour eingeladen hatte. „Und er meinte nur: ‚Werdet ihr ‚Whiplash‘ spielen? Mein 1984er-Lieblingssong von euch!’“

„Als er zur Show kam, tanzte er mit Courtney Love im Snakepit herum, und jedes Mal wenn er an mir vorbei purzelte, versuchte er meine Aufmerksamkeit zu erhaschen, Aber ich hatte damals meinen Kopf ganz wo anders.

„Dennoch ein großartiger Beginn. Ich habe mich dann mit ihm angefreundet, als 1989 das erste Nirvana-Album ‚Bleach‘ erschien, noch bevor der Begriff Grunge überhaupt kursierte. Es macht mich traurig, wenn ich daran zurückdenke. Alles. was dieser Typ wollte, war, Gitarre zu spielen, Songs zu schreiben und zu singen. Irgendwie wurde das alles zerstört.’“

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