Lena patzt, Cascada verliert und Dänemark holt einen Start-Ziel-Sieg – der Eurovision Song Contest (ESC) 2013

Lena hat gepatzt, Cascada landete nur auf Platz 21 von 26 und wegen Griechenland wollte Redakteurin Fuß sogar schon der EU den Rücken kehren – hier können Sie den Live-Ticker noch einmal nachlesen:

20:13 Uhr – Jurypräsidentin Lena freut sich schon – und findet vieles „so ehrlich und so echt“. Manches aber auch billig. Wieder mal so schlau!

20:15 Uhr – Hoffentlich dreht Lena bei der Punktevergabe nachher nicht durch – wie damals Nena. Anke Engelke kann sie sowieso kaum toppen.

20:24 Uhr – Barbara Schöneberger moderiert das Vorglühen auf der Reeperbahn. Wenn sie nur nicht so plärren würde! Sie hat doch ein Mikro.

20:26 Uhr – Barbara Schöneberger: „Singst Du ,Satellite‘ noch gern?“ – Lena Meyer-Landrut: „Ja klar, ohne Ende.“

20:29 Uhr – Was sagt Lena später? „Here are…. äh… the points?… of the German vote…?“ Oder so ähnlich. Sie hat ja noch etwas Zeit.

20:34 Uhr – Die Euphorie der dauerkichernden Natalie Horler hat schon mal 12 Punkte verdient. Das größte Gebiss des Abends!

20:37 Uhr – Man kann ja einiges gegen Lena sagen, aber: Ihre Songs sind gut, und ihre Stimme erkennt man sofort. Wie ist das bei Cascada? Hm…

20:44 Uhr – Die Jury wird vorgestellt: Lena, Alina Süggeler, Caro Niemczyk, Tim Benzko + Florian Silbereisen!? Hatte Helene Fischer keine Zeit?

20:46 Uhr – Tim Bendzkos Lyrik übertrifft wieder alles: „Jeder Atemzug hängt am seidenen Faden/ Nur so lange bis wir da sind…“

20:53 Uhr – Soso: Florian durfte Helene angeblich nicht erzählen, warum er tagelang auf der Reeperbahn war. Nur Jury-Arbeit, Baby!

20:55 Uhr – Dass jetzt das „Wort zum Sonntag“ kommt – ist das: skurril? spießig? super? Auf jeden Fall wohl einzigartig in Europa. Oder?

21:02 Uhr – Vor 2000 Jahren kam der Heilige Geist, heute der ESC – nicht schlecht, da eine Verbindung zu schaffen. Könnte nicht jeder Pfarrer!

21:02 Uhr – Es geht los! Die beruhigende Stimme von Peter Urban, die traumhaften Naturaufnahmen – so sinnlos, so schön!

21:05 Uhr – Das Geschwalle über Malmös Wahrzeichen ist fast so gemütlich wie früher die Berichte von der Tour de France. Zum Glück ohne Doping!

21:07 Uhr – Jetzt laufen alle Teilnehmer ein wie bei Olympia – nur mit originelleren Kostümen und wilderen Gesten. Eine fast endlose Prozedur.

21:08 Uhr – „We are one“ – das nenne ich mal ein aufregendes, nie gehörtes Motto! Und dann sind Björn und Benny nicht da. Das geht ja gut los.

21:11 Uhr – 1. FRANKREICH. Soll das ein Sex-Blues sein, Amadine Bourgeois? Klingt eher nach anstrengenden Fesselspielchen ohne Happy End.  

21:15 Uhr – Oder soll es Courtney Love sein, vor den OPs? Der kreischige Gesang nervt jedenfalls, und das Lederkleidchen reißt’s nicht raus.

21:17 Uhr – 2. LITAUEN. Was soll dein gewisses „Something“ sein, Andrius Pojavis? Komischer Akzent? Lahmer Synthie-Pop? Bescheuerte Lyrik?

21:25 Uhr – 3. MOLDAWIEN. Reicht ein irres Kleid, Aliona Moon? „O mie“ – das klingt irgendwie nicht nach Sieger-Song. Aber schöne Frisur! 

21:29 Uhr – 4. FINNLAND. Warum hast Du Madonna das Kleid geklaut, Krista Siegfrids? Und darf man „Ding-dong, ding-dong“ singen? Schlimm.

21:30 Uhr – Der Kuss am Ende war auch eher unerotisch, oder? Das konnte sogar Britney besser.

21:32 Uhr – 5. SPANIEN. Wer hatte die irre Idee, einen Dudelsack mitzubringen, ESDM? Ich find’s toll. Und Alonsos Ex ist auch nicht verkehrt.

21:35 Uhr – 6. BELGIEN. Wer hat dich so schön gekämmt und in den Konfirmationsanzug gesteckt, Roberto Bellarosa? Netter Song, aber zu bemüht…

21:37 Uhr – 7. ESTLAND. Warum hast du so Pech mit deiner Sprache, Birgit? „Et uus saaks alguse“ kann kein Hit werden, hätte es aber verdient. 

21:40 Uhr – Und hübsch ist sie auch – das nenne ich mal ein gelungenes Umstandskleid! Und keine Tänzer, Trommler oder sonstwas. Puh. 

21:41 Uhr – 8. WEISSRUSSLAND. Wer hat dir erzählt, dass du Latin-Feeling hast und tanzen kannst, Alyona Lanskaya? Das waren ganz gemeine

21:44 Uhr – Hat sie gerade „This makes no sense“ gesungen? Stimmt genau. Das Einzige, was hier Schwung hat, sind die Bommeln am Kleid.

21:52 Uhr – Peter Urban recycelt tatsächlich seine Kommentare aus dem Halbfinale. Bisschen schade. Aber gute Gags sind halt schwer zu finden.

21:56 Uhr – 9. MALTA. Wie kann man gleichzeitig lächeln und singen, Gianluca Bezzina? Ein Kunststück! Und ein mitreißender Song. Mein Favorit! 

21:57 Uhr – Und die Band sieht auch so sympathisch aus – als käme sie gerade vom Straßenfestival nebenan. Oder doch etwas zu perfekt?

21:59 Uhr – 10. RUSSLAND. „What If“ – Was, wenn du die Leute langweilst, Dina Garipova? Diese Durchschnittsballaden braucht doch keiner mehr.

22:00 Uhr – 11. DEUTSCHLAND! Wer hat dir diese Moves beigebracht, Natalie Horler? Dee Soest? Der Dumpf-Techno ist immer noch nicht glorios.

22:01 Uhr – … Aber eins muss man ihr lassen: Sie singt das professionell nach Hause und nutzt die komplette Bühne aus. Ist ja auch was.

22:03 Uhr – 12. ARMENIEN. Warum macht ihr Tony Iommi nicht stolz, Dorians? Da schreibt er einen netten Rocksong, und ihr quält euch so damit.

22:04 Uhr – Da tritt ausnahmsweise mal eine Rockband auf, und dann knödelt und gniedelt sie so uninspiriert herum. Verpasste Chance.

22:06 Uhr – 13. NIEDERLANDE. Wo hattest du dich versteckt, Anouk? Lange nichts gehört, und nun beim ESC – leider mit einem allzu dunklen Lied.

22:08 Uhr – Anouk hat’s noch drauf, aber: Tote Vögel sind irgendwie nicht das richtige Thema für diese Veranstaltung, oder?

22:10 Uhr – 14. RUMÄNIEN. Wer bist du, Cezar? Ein Countertenor, ein Vampir, ein Alien? Faszinierend, aber nicht unbedingt auf eine schöne Art.

22:13 Uhr – … Muss auch immer an den Bon-Jovi-Song namens „It’s My Life“ denken. Der war immerhin weniger anstrengend.

22:17 Uhr – 15. GROSSBRITANNIEN. Wer hat dich ausgegraben, Bonnie Tyler? Und wo ist die Reibeisenstimme geblieben? Das ist keine „Rockröhre“!

22:18 Uhr – Komisch: Vor einigen Jahren klang sie noch komplett kaputt, jetzt hat sei Kreide gefressen. Macht die Banalballade nicht besser.

22:20 Uhr – 16. SCHWEDEN. Warum, Robin Stjernberg? Warum ist „You“ so belanglos? Warum schaust du so versteinert? Warum, Schweden,

22:22 Uhr – All diese glattgebügelten Ex-Casting-Show-Typen sind schlimmer als Bonnie Tyler und Cezar zusammen. Zum Einschlafen

22:24 Uhr – 17. UNGARN. Was ist „Kedvesem“, ByeAlex? Ach, egal, der herzige Song hypnotisiert fast. Nur die Mütze sollte überdacht werden.

22:28 Uhr – 18. DÄNEMARK. Wie ist es so als Favoritin, Emmelie de Forest? Sie wirkt unbeeindruckt, singt den klassischen Popsong routiniert …

22:30 Uhr – … aber die Stimme der Waldfee ist nicht so stark wie die Augenbrauen, oder? Die flötenden Trommler machen es wett.

22:32 Uhr – 19. ISLAND. Warum lächelst du so milde, Eythor Ingi? Du weißt, wie gut deine Ballade ist – genau das richtige Pathos, perfekt.

22:34 Uhr – Isländisch müsste man können! Bestimmt singt er etwas ganz Wichtiges. Ich glaube ihm jedenfalls jedes Wort.

22:36 Uhr – 20. ASERBAIDSCHAN. Warum der Glaskasten-Quatsch, Farid Mammadov? Soll das Getanze von dem eher müden Song ablenken? Funktioniert.

22:38 Uhr – Nicht. Der Andreas-Türck-Verschnitt hat doch gar nichts, und „Hold Me“ haben wir schon mindestens dreimal gehört.

22:39 Uhr – 21. GRIECHENLAND. Wollt Ihr uns veralbern, Koza Mostra? Nach allem, was wir für euch getan haben? Das ist nicht fair.

22:45 Uhr – 22. UKRAINE. Bist du auf dem Felsen festgenagelt, Zlata Ognevich? Und warum führt dein Lied auch nirgendwo hin? Da passt nichts.

22:48 Uhr – 23. ITALIEN. Warum klingt „L’Essenziale“ gar nicht essenziell, Marco Mengoni? Ist einfach nur die typische Italopop-Schnulze.

22:52 Uhr – 24. NORWEGEN. Was soll das, Margaret Berger? Skandinavien kann das doch sonst besser! Nach Schweden die zweite große Enttäuschung.

22:54 Uhr – Da wollte jemand wohl alles auf einmal: Beat und Liebeslied, Zopf und Sex, Pathos und Billigpop. Zu viel, zu wenig.

22:57 Uhr – 25. GEORGIEN. Macht euch das Spaß, Nodi & Sophie? Übertreibt Ihr es nicht etwas? Hymnische Duette ziehen freilich immer.

23:00 Uhr – 26. IRLAND. Willst du damit wirklich überleben, Ryan Dolan? Tätowierte Trommler sollen davon ablenken, wie mies das alles ist…

23:01 Uhr – … das Lied, der geschniegelte Sänger: null Charisma, keine nennenswerte Stimme, stumpfe Melodie. Kein krönender Abschluss!

23:04 Uhr – Geschafft! Jetzt geht das endlose Wählen los … und wie oft wohl noch auf die Eurovision-App hingewiesen wird? Erster Gähnanfall.

23:16 Uhr – Jetzt reicht’s bald mit wilden Tänzern und doofen Songs. Jetzt soll Malta gewinnen. Aber am Ende bin ich über Top Ten froh …

23:24 Uhr – Ein Filmchen über schwedische Gepflogenheiten. Humoristische Einlagen beim ESC: immer problematisch.

23:30 Uhr – Die Comedy-Revue ist extrem schmerzhaft – zumal man dank des niedlichen schwedischen Akzents praktisch nichts versteht.

23:39 Uhr – Sarah Dawn Finer (wer immer das ist) singt – natürlich! – „The Winner Takes it All“. Und endlich geht die Auszählung los!

23:41 Uhr – Warum dürfen eigentlich alle 39 Ländern abstimmen und nicht nur die Finalisten? Ihr wollt doch bloß mehr Einschaltquoten!

23:42 Uhr – Beim dritten Land, Albanien, auch mal Punkte für Deutschland: drei immerhin. Wird vielleicht doch ein harter Abend für Cascada.

23:45 Uhr – Wie langweilig, dass immer alle ihren Nachbarn Punkte geben. Jetzt ist sogar Österreich großzügig zu Deutschland.

23:51 Uhr – Dieser dröge Aserbaidschan-Song ist doch nur wegen des depperten Glaskastens so weit vorn! Ich fordere Gerechtigkeit für Malta!

23:54 Uhr – Birgit aus Estland hat immer noch 0 Punkte, das kann nicht sein. Selbst Irland und Großbritannien haben ein paar. Böses Europa!

00:11 Uhr – Lena sagt an – und kreischt schon wieder. Vertut sich dann auch noch mit den Punkten – 10 für Dänemark, 12 für Ungarn. „Kedvesem“!

00:12 Uhr – Schade, dass unsere Punktevergeber oft so peinlich sind. Aber immerhin sind sie nicht sturzlangweilig, das ist doch auch was.

00:15 Uhr – Wenn Malta hinter Griechenland bleibt, kündige ich der EU.

00:20 Uhr – Wenn Großbritannien vor Deutschland bleibt, gibt es morgen zumindest wieder ein paar lustige Schlagzeilen aus GB.

00:25 Uhr – Dänemark hat gewonnen!

00:28 Uhr – Das war wohl ein klassischer Start-Ziel-Sieg für Emmelie de Forest mit „Only Teardrops“. Und sie weint jetzt natürlich auch.

00:31 Uhr – Noch ein Punkt aus der Schweiz – so wird es Platz 21 für Cascade. Nicht gerade „Glorious“.

00:33 Uhr – Emmelie de Forest singt noch einmal, wieder ohne Schuhe. Vielleicht schicken wir nächstes Jahr auch einen süßen Shakira-Klon?

00:35 Uhr – Wir sehen uns 2013 in Kopenhagen. Vielleicht hat Peter Urban bis dahin wieder bessere Laune. Es lagen doch noch 5 hinter Cascada!

00:38 Uhr – Lena: „Wahrscheinlich waren es die Nerven… Es war ein Komplettausfall…“ Und nein, sie meint nicht die Platzierung von Cascada.

23:00 Uhr – Bevor die Aftershowparty noch verzweifelter, äh, fröhlicher wird, verabschiede ich mich. Bis zum nächsten Jahr…


Der allerbeste Silvester-Tipp? Kommt von Phil Collins!

Das so genannte „Drum Break“ in „In The Air Tonight“ ist weltberühmt – 1981 etablierte Phil Collins mit seinem Schlagzeug-Einsatz den Gated Reverb Sound (wie ein Presslufthammer ohne Hall), und machte damit innerhalb von Sekunden aus einer schwülen Ballade einen Killer-Song. Viele halten „In The Air Tonight“ für den besten (Luft-)Schlagzeugsong des Jahrzehnts. Vor einiger Zeit verkündete Collins auf Twitter, wann „In The Air Tonight“ seinen idealen Einsatz finden könnte: Zum Jahreswechsel um 23:56 Uhr und 40 Sekunden. Denn dann kommen die Schläge exakt um 0 Uhr. Die Frage ist, ob dieser Song ein gutes Omen wäre: Er verkündet von…
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