Limp Bizkit: „Gold Cobra“ kann man nun im Webwheel hören


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Man konnte es dann doch nicht lassen: Als die Anfrage kam, ob man einen Song des neuen Limp Bizkit-Albums „Gold Cobra“ präsentieren will, haderte man nur kurz und sagte dann doch zu. Denn Limp Bizkit waren immerhin ein Phänomen der Rockgeschichte – ob sie es noch immer sind, wird sich nun zeigen. Man wusste ja schon damals nicht, ob sie guter Trash sind oder bloß schlechter Crossover. Oder vielleicht sogar guter? Immerhin arbeiteten zu ihren Anfangszeiten auch namhafte Rapper mit ihnen zusammen – z. B. Method Man vom Wu Tang Clan, der ja auch nicht mit jedem das Mikro teilt.

Wes Borland sagte unlängst: „Ich denke, jeder, der Limp Bizkit vorher gehasst hat, wird Limp Bizkit auch weiterhin hassen. Es ist nicht so, dass wir urplötzlich alle erwachsen geworden sind und jetzt Klugscheissermusik machen.“ Auch Fred Durst haut in die selbe Kerbe: „Ob du es magst oder nicht – wir sind Limp Bizkit. Wir machen es auf unsere Weise.“

Das stimmt mit „Gold Cobra“ mehr denn je. Als vor Monaten ein erstes Albumcover im Netz kursierte – eine hässliche Airbrushcobra mit integrierten Boxen und einer davor liegenden masturbierende Schönheit – zerriss man sich das Maul über die Hässlichkeit dieses Bildes. Limp Bizkits konsequente Antwort: Sie machten das Cover noch hässlicher. Nun „zieren“ eine Wassermalfarben-Cobra, drei Bikinibräute mit raushängender Zunge und im Hintergrund ein eventuell masturbierender Gnom das Cover, und darüber prangt ein „Limp Bizkit“-Schriftzug im Stil einer Bling-Bling-Goldkette (siehe oben). Behauptet noch irgendwer Limp Bizkit hätten keinen Humor? Ähnlich amüsant bis eindeutig geriet Fred Dursts Interview mit BBC-Radiostar Zane Lowe. Als Durst den Hintergrund der Single „Shotgun“ (die wir im Webwheel präsentieren) erklärte, fragte er nach seinen Ausführungen: „Macht es Sinn, was ich hier sage?“ Lowe darauf: „Ja, und das ist verdammt selten.“ Dursts Konter: „Stimmt. Ich mache selten Sinn – ich mache Dollars!“ Lowe konnte sich danach kaum einkriegen und jaulte: „Herrlich, genau DAS haben wir vermisst!“

Haben wir das wirklich? Diese Frage möge nun ein Jeder für sich beantworten – vielleicht hilft ja das Webwheel…

>>>> Hier „Gold Cobra“ hören

Und hier noch das von Durst himself gebastelte „virale“ Video, in dem er den Running Gag mit dem Cover noch einmal aufgreift und ganz nebenbei zeigt, dass er äußerst (räusper) geschmackvoll zu wohnen scheint: