Highlight: Michel Legrand im Interview: „Die Jazz-Giganten sind tot“

„Livekritik und Dosenmusik“: Video vom Talk-Abend des ROLLING STONE in der Volksbühne

Es gab Lacher, Applaus, Zwischenrufe – alles, was eine Premiere braucht. Zum ersten Mal präsentierte der ROLLING STONE am Dienstagabend die Pop-Talkshow „Livekritik und Dosenmusik“ im gut gefüllten Roten Salon der Berliner Volksbühne. Anderthalb Stunden debattierten Jens Balzer, Tobi Müller und Sebastian Zabel mit Arne Willander über Männer in der Midlife-Crisis, falsche Authentizitätsbegriffe, H&M-Ästhetik und Pfeifen als hohe Kunst. Natürlich ging es auch um Musik, um neue Platten und alte Meister. Einig war sich das popmusikalische Quartett am Ende nur in einem: Grönemeyer sollte besser nicht englisch singen.

Die Tracklist des Abends:

–        Donald Fagen: „Slinky Thing“ (von „Sunken Condos“)

Kooperation

–        Jessie Ware: „Night Light“ (von „Devotion“)

–        Frank Ocean: „Bad Religion“ (von „Channel Orange“)

–        Neil Young & Crazy Hores: „Walk Like A Giant“ (von „Psychedlic Pill“)

–        Scott Walker: „The Day The ‚Conducator‘ Died“ (von „Bish Bosch“)

–        Herbert Grönemeyer & Bono: „Mensch“ (auf „I Walk“)

Die nächste Runde „Livekritik und Dosenmusik“ findet am 27. November statt. Unser Gast ist dann der Künstler und Punkrock-Fan Daniel Richter.

Hier gibt es einen Zusammenschnitt des Abends:


Michel Legrand im Interview: "Die Jazz-Giganten sind tot"

Im Laufe seiner Karriere mit drei Oscars ausgezeichnet, zählte Michel Legrand zu den größten Soundtrack-Komponisten. Der Franzose schrieb mehr als 200 Scores, darunter für "Yentl", "The Thomas Crown Affair", "Summer Of '42" und "Les parapluies de Cherbourg". Seine Songs, wie "What Are You Doing The Rest Of Your Life?", haben den Pianisten auch unter Pop-Hörern bekannt gemacht, sein erstes Nummer-eins-Album in den amerikanischen Charts feierte der Franzose bereits 1954 mit "I Love Paris". Da war er gerade einmal 22 Jahre alt. Michel Legrand spielte und nahm mit vielen Jazz-Größen auf, darunter Miles Davis, John Coltrane, Ella Fitzgerald, Bill Evans, Aretha…
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