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„Soberish“: Liz Phair kündigt erstes Album seit elf Jahren an


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Mit „Soberish“ hat Liz Phair ihr neues Album angekündigt – das erste seit elf Jahren. Es erscheint am 04. Juni. Vorab veröffentlichte die Musikerin ihre neue Single „Spanish Doors“, die zusammen mit dem Vorgänger „Hey Lou“ gestreamt werden kann.

In den Neunziger Jahren setzte Liz Phair mit ihrem Debüt „Exile In Guyville“ (1993) einen Gegenpol zur damals erst recht Testosteron-dominierten Rockmusik. Ihr Debüt positionierte sich zwischen sexuellem Empowerment, sympathischer Rotzigkeit und sehnsuchtsvoller Verletzbarkeit.

Ihr siebtes Studioalbum „Soberish“ wird nun elf Jahre nach ihrem letzten Langspieler, „Somebody’s Miracle“, erscheinen.

Liz Phair: Liebesstory durch die Puppe erzählt

Im Februar veröffentlichte die Musikerin den ersten Vorgeschmack auf ihr kommendes Projekt. Im Video zu „Hey Lou“ wird die Liebesstory von Lou Reed und Laurie Anderson erzählt — in Form zweier Puppen als Hauptprotagonisten. Regie führte Toben Seymour, der unter anderem schon mit Will.i.am zusammenarbeitete.

„Spanish Doors“ — Über Ereignisse, die plötzlich alles in Frage stellen

Liz Phair beschreibt die Bedeutung des Songs so: „(Es geht) um den Zusammenbruch eines wunderschönen Lebens. Wenn alles, worauf du dich verlassen hast, plötzlich in die Brüche geht. Meine Inspiration kam durch eine Freundin, die gerade eine Scheidung durchmachte. Die Situationen in den Lyrics spiegeln allerdings meine eigenen Erfahrungen. Es geht darum, wie es ist, sich im Badezimmer zu verstecken, wenn alle um dich herum eine gute Zeit haben. Ein Leben fällt gerade auseinander. Du schaust in den Spiegel und fragst dich, wer du jetzt bist, während Schatten des Zweifels um deine Augen ziehen. Ein paar Momente vorher warst du eine selbstbewusste Person und jetzt fragst du dich, ob du diese Magie jemals zurück bekommst.“

 

Tracklist der kommenden Platte:

  • 01 „Spanish Doors”
  • 02 „The Game”
  • 03 „Hey Lou”
  • 04 „In There”
  • 05 „Good Side”
  • 06 „Sheridan Side”
  • 07 „Ba Ba Ba”
  • 08 „Soberish”
  • 09 „Soul Sucker”
  • 10 „Lonely Street”
  • 11 „Dosage”
  • 12 „Bad Kitty”
  • 13 „Rain Scene”

The Velvet Underground: Doku von Todd Haynes beim Filmfestival in Cannes

Im Frühjahr 2020 diente das Palais des Festivals als Notfall-Krankenhaus. Später war es ein Corona-Impfzentrum. Nun kann der zentrale Spielort an der Croisette wieder seine legendäre Freitreppe nutzen und rote Teppiche ausrollen. Nach einer abermaligen Verschiebung vom angestammten Termin im Mai versammelt Festivaldirektor Thierry Frémaux nun bis zum 17. Juli die internationale Filmwelt. Test-Maßnahmen und Quarantäne inklusive. Todd Haynes präsentiert in Cannes seine aufwendige Musik-Dokumentation über Velvet Underground, die in enger Zusammenarbeit mit John Cale und Moe Tucker entstanden ist. Nach seinem Glamrock-Film „Velvet Goldmine“ und der 2007er-Doku über Bob Dylan „I´m Not There“ steigt Haynes nun tief in die…
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