Magnetic Fields: Nach Feedbackfiepen nun Banjoklänge


von

Die Pausen zwischen den Magnetic Fields-Alben werden erfreulicherweise kürzer. Musste man vier Jahre auf den Nachfolger von „i“ warten, das fünf Jahre nach „69 Love Songs“ kam, dauerte es nun gerade mal zwei Jahre bis der Nachfolger zu „Distortion“ in die Plattenläden kommt. Und wieder einmal liegt dem neuen Werk ein klares Songkonzept zugrunde. Während es auf „Distortion“ galt, dem Feedback von Jesus And Mary Chain nachzuspüren, verriet Stephin Merritt nun gegenüber „Spinner“, man habe sich für „Realism“ Judy Collins‘ Folk als Vorbild genommen.

„Das Album ist Judy Collins‘ ‚In My Life‘ und ‚Wildflowers‘ nachempfunden. Es ist in dem Sinne Folk, wie auch diese beiden Alben Folk sind, auf denen sie sich der Klassik und der Theatermusik zuwandte, um einen neuen Zugang für ihren folkigen Ansatz zu finden.“ Der Grund dafür ist nämlich der, dass Merritt „den Klang einer Akustikgitarre nicht länger als drei Minuten ertragen kann.“ Das verriet er auf der Website seines Labels Nonesuch. Deshalb sei eher so was wie „Variety Folk“ rausgekommen – eben in Anlehnung an Judy Collins.

Für den Nachfolger zu „Realism“ konnte Merritt sogar auch schon eine Voraussage treffen: „Jetzt, wo wir das Ende der ‚No-Keyboard-Trilogie‘ erreicht haben, kann man sich ungefähr vorstellen, wie das nächste Magnetic Fields-Album klingen wird.“

Judy Collins – „Since You’ve Asked“ (vom Album ‚Wildflowers‘)