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Marek Lieberberg: “Kulturbetrieb ist für Terrorangriffe nicht gewappnet”

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Marek Lieberberg: “Kulturbetrieb ist für Terrorangriffe nicht gewappnet”

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Marek Lieberberg kennt sich mit den Sicherheitsstandards bei Großveranstaltungen aus, gelten doch Musikevents wie das von ihm ins Leben gerufene Festival “Rock am Ring” als besonders große Herausforderung für das Sicherheitspersonal.

Nach der tödlichen Terrorserie in Paris, die ihren blutigen Höhepunkt bei einem Konzert der Eagles Of Death Metal im Bataclan fand, äußerte sich der 69-Jährige gegenüber der dpa zu den Ereignissen und deutete an, dass es kaum mehr Spielraum gebe, sich vor solchen Attacken zu schützen.

„Wir haben ausreichende Sicherheitsvorkehrungen in einer normalen Situation. Für eine terroristische Situation ist keiner von uns gewappnet, und zwar in keinem Bereich des öffentlichen Lebens”, sagte Lieberberg und ergänzte, dass man sich nicht „mit bloßen Händen oder Metalldetektoren gegen Kalaschnikows und Bomben zur Wehr setzen” könne.

Politik und Gesellschaft sind in der Pflicht

Hier sieht der Konzertveranstalter allerdings auch die Polizei gefordert, denn seiner Meinung nach könnten unbewaffnete Ordner kaum Schutz bieten gegen zu allem entschlossenen Terroristen. Für Lieberberg ist es in der derzeitigen Situation wichtig, dass sich Politik und Gesellschaft der Gefährdungslage bewusst würden, um eine entsprechende Reaktion zu zeigen. Konzertveranstalter könnten das in Eigenregie nicht leisten.

Die Absage vieler Konzerte nach den Anschlägen in Paris (so etwa von Prince, den Foo Fighters und U2) hält Lieberberg allerdings auch für den falschen Weg. In dem Gespräch mit der dpa erinnerte er daran, dass er auch am Abend des 11. Septembers in Absprache mit der Band ein Konzert stattfinden ließ. „Das war ein sehr trauriger Abend. Auf der anderen Seite hat es demonstriert, dass wir uns die Freiheit, die unser Leben auszeichnet, nicht nehmen lassen“, so der Konzertveranstalter.


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