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Mark E. Smith wettert gegen Mumford & Sons: „mongoloide irische Folkband“

Zunächst einmal sei daran erinnert, dass sich die Band Mumford & Sons in Großbritannien beheimatet sieht. Ihre Adaption des Folk-Rocks mit Banjo-Klängen könnte da natürlich Einflüsse vermuten lassen, die aus der Region jenseits der irischen See kommen.

Smith bezeichnete die Musiker von Mumford & Sons gegenüber der Zeitung The List jedoch außerdem als „mongoloide Irish Folk Band“.

Der Groll gegen die Band entstand schon zwei Jahre zuvor, da spielten The Fall und Mumford & Sons auf einem Festival in Dublin. Dieser Umstand passte dem launischen (um mal ein gelindes Wort zu verwenden) Smith gar nicht. So echauffierte er sich direkt vor dem verantwortlichen Promoter: „Ich unterhielt mich mit dem Promoter, der ein Freund von mir ist und sagte: ‚Verarsch‘ mich nicht. Du hast uns neben so eine mongoloide Irish Folk Band gesetzt.‘ Der Promoter hat sich dann umgedreht und geantwortet: ‚Sie sind die Nummer eins in den britischen Charts.’‘ Ich dachte, er macht einen Witz. Sie fingen mit Hufgeklapper an, der den Gesang begleitete, es hat sich angehört als ob sie auf Tischen tanzen würden – also hab ich ihnen gesagt, sie sollen verdammt noch mal die Fresse halten.“

Dass Smith nicht die sonnigste Persönlichkeit ist, ist nicht wirklich unbekannt. Geschichten über Ausschweifungen während einer der zahlreichen Touren, wie dem willkürlichen Feuern von Angestellten, gibt es haufenweise.

Und weil einer solch – ähm – impulsiven Persönlichkeit untätiges Herumsitzen nicht liegt, gibt es auch schon Material für einen neuen Longplayer. Wenn es nach den Plänen des Sängers geht, wird dieser im Januar 2013 veröffentlicht. Da passt es doch, dass der Zwist mit Mumford & Sons schon ein bisschen her ist, und Smith das jetzt – anscheinend zu Promozwecken – wieder auspackt.

Der Wortlaut ist dann auch unlängst positiver gewählt, wenn es um die Werke der eigenen Band geht: „Wir waren zwei Wochen lang im Studio der Kinks, dann sind wir zurückgekommen und haben drei Konzerte in Salford gespielt. Der Fortschritt der Gruppe ist herrlich – sie arbeiten enger zusammen und sind besser. Wir sind gerade dabei, die nächste Platte fertig zu stellen. Ich habe noch keinen Titel dafür, aber wir denken daran, die Platte im Januar zu veröffentlichen.“



Mark E. Smith: Poet der spuckenden Wortkaskaden

Es ist schnell gesagt und oft den Toten nachgesagt: Da war einer einzigartig. Mark Edward Smith war es. Und er hätte darüber höhnisch gemeckert und sich ein bisschen geschmeichelt gefühlt. Es ist nämlich nicht so, dass Mark E. Smith, „Sänger der Post-Punk-Band The Fall“, wie es überall heißt, seine Einzigartigkeit nicht bemerkt hätte. Denn Mark E. Smith war kein „Sänger“. Er war ein Beschwerdeführer, ein Poet der spuckenden Wortkaskaden, ein Nuschler und Grantler. Und The Fall waren keine „Post-Punk-Band“, sie waren Mark E. Smiths Rhythmusmaschine. Die steht jetzt still. Und ihr tyrannischer Chef, der große nordenglische Gossendichter und Drei-Akkorde-König, ist…
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