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Mary J. Blige im Interview: „Du musst dafür kämpfen, dich zu lieben“


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Mit über 100 Millionen verkauften Tonträgern ist Mary J. Blige eine der erfolgreichsten Hip-Hop- und R’n’B-Interpret*innen aller Zeiten. Dabei war der Aufstieg der Sängerin zur Stimme einer jungen schwarzen Generation mehr als unwahrscheinlich. Ihre Geschichte, vom Aufwachsen in einer Sozialwohnung in der New Yorker Vorstadt bis hin zum weltweiten Durchbruch als „Queen of Hip Hop Soul“, erzählt die am 25. Juni bei Amazon Prime Video erschienene Dokumentation „Mary J. Blige’s My Life“.

Zurück an die schmerzhaften Anfänge

Ins Zentrum stellt der Film die Entstehung des 1994 erschienenen „My Life“-Albums. Es ist eine Geschichte von Gewalt, Drogen und Depression aber auch Musik, Gemeinschaft und Selbstliebe.

Regisseurin Vanessa Roth, die 2008 mit der Dokumentation „Freeheld“ einen Oscar gewann, macht mehr aus dem Film, als nur die Lebens- und Leidensgeschichte einer Musik-Ikone. „Schon bei unserem ersten Treffen wusste ich, dass sie die Richtige ist. Es ging ihr nicht um sich selbst, sondern um die Musik, das Album und die Erfahrungen der Fans“, erzählt Blige im Interview. Ebendiese Erfahrungen der zahlreichen Menschen, die Blige im laufe ihrer Karriere inspirierte, stellt die Doku in den Vordergrund. Dabei meldet sich unter anderem auch Bliges langjähriger Begleiter Sean „Puff Daddy“ Combs zu Wort.

Stimme einer Generation

Anfang der Neunziger-Jahre war Blige eine der ersten R’n’B-Sängerinnen, die sich in die männlich dominierte Hip-Hop-Szene wagte. Insbesondere Women of Color erlebten mit Bliges Debüt-Album „What’s the 411?“ und der darauffolgenden „My Life“-Platte zum ersten Mal eine popkulturelle Repräsentation. Sängerin Alicia Keys („Empire State of Mind“) berichtet im Film: „Junge Frauen hörten zum ersten Mal, dass es cool ist, du selbst zu sein. Mit deinen Ecken und Kanten. Diese Message hört man selbst heute noch viel zu selten.“ 

Schließlich überspringt die Dokumentation Bliges langen Karriereweg nach „My Life“, sowie ihre Schauspielkarriere („The Umbrella Academy“, „Mudbound“) und fokussiert sich auf das Wesentliche. Die Message ist damals wie heute ebenso simpel wie bedeutsam: „Die einzige Möglichkeit, dein Leben zu Verändern, ist Selbstliebe.“ Diese zu erreichen, sei eine fortwährende Aufgabe, erzählt Blige im Interview: „Du musst jeden einzelnen Tag dafür kämpfen, dich zu lieben. Das ist es, was ich mein Leben lang getan habe und immer noch tue.“

Michael Ostermeier/Amazon Prime Video

The Kooks veröffentlichen Jubiläums-Version von „Inside In/Inside Out“

15 Jahre sind nun schon seit dem Debüt-Album der Kooks vergangen, „Inside In/Inside Out“. Grund zum Feiern: Am 27. August veröffentlicht die Brightoner Band eine Jubiläums-Version ihrer Platte. Darauf werden nicht nur die Original-Songs in remasterter Version zu hören sein, sondern auch 13 bislang unveröffentlichte Titel. „Inside In/Inside Out“ erschien erstmals am 23. Januar 2006 und gilt als Klassiker des Indie-Rock. John Davis (Gorillaz, The Killers) remasterte die Songs des Langspielers von den Original-Masterbändern. Die Neuauflage wird als Doppel-Vinyl in schwarzer und roter Ausgabe erhältlich sein, als Doppel-CD sowie als digitale Stream-Version. Den physischen Versionen wird jeweils ein Booklet mit…
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