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Melissa McCarthy macht’s nochmal: Erneuter Hammer-Auftritt als Sean Spicer bei „Saturday Night Live“


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Vor wenigen Wochen lieferte Schauspielerin Melissa McCarthy bei „Saturday Night Live“ einen Auftritt ab, den wohl so ziemlich jeder lustig fand – okay, ausgenommen vielleicht Donald Trump und sein Pressesprecher, der von McCarthy parodierte Sean Spicer. Der reagierte auf die Verarschung halbwegs cool, indem er vermelden ließ, die Schauspielerin hätte „weniger Kaugummi kauen“ sollen.

„Der neue Spicy“

Vielleicht auch deshalb dachte sich die US-Amerikanerin: „Da geht noch mehr!“ und schlüpft ein weiteres Mal in die Rolle des Pressesprechers von US-Präsident Donald Trump. Immerhin beruhigte sie die Presse vorab: Es gebe keinen Grund, sich Sorgen zu machen, denn nun käme der „neue Spicy“ – ein ruhiger Spicy, der nie und nimmer Berge an gekautem Kaugummi auf Journalisten werfen oder sie mit einem Laubbläser angreifen würde.


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Erklärung des Einreisestopps

Rein zufällig kann Melissa McCarthy jedoch ebenso wenig aus ihrer Haut wie der gute Mr. Spicer, und so eskaliert der gespielte „Spicy“ bei einer offenen Fragerunde dann doch wieder – kein Wunder, geht es doch um die Sperre für den von Trump verhängten Einreisestopp. Wer davon bisher nicht allzu viel verstanden hat, für den hat McCarthy übrigens eine ziemlich einfache, anschauliche Erklärung umgesetzt.

Puppen als Hilfsmittel

Und was wäre verständlicher, als den Einreisestopp anhand von Puppen zu erklären? Richtig, nichts – deswegen macht die Schauspielerin auch genau das. Sie erklärt: Standard-Barbie ist gut, Moana aus dem gleichnamigen Disney-Film (der in Deutschland „Vaiana“ heißt) ist schlecht; und der amerikanische Kaufhausriese „Nordstrom“ ist sowieso untendurch.

Missbrauch des POTUS-Accounts?

Diese Kette hat nämlich kürzlich entschieden, die Mode- und Schmuckkollektion von Donald Trumps Tochter Ivanka aus ihrem Sortiment zu streichen – Papi wurde böse, weil seiner Prinzessin wehgetan wurde, und machte sich auf Twitter Luft. Blöd, dass dies nicht nur von seinem privaten Account aus geschah, sondern auch auf dem offiziellen POTUS-Profil – der Vorwurf des Amtsmissbrauchs keimte völlig zu Recht auf.

Zwei Arten von Kriminalität

Doch Melissa McCarthy ging diesbezüglich nicht allzu sehr in die Tiefe, gibt es doch eine Riesen-Auswahl an Themen, mit denen man Trump und seine Berater durch den Kakao ziehen kann: Zum Beispiel den neuen Justizminister Jeff Sessions, der von einer weißhaarigen Kate McKinnon dargestellt wurde. Die verabschiedete McCarthy aka Spicy mit den Worten: „Wir wissen alle, dass es zwei Arten von Kriminalität gibt: normale und schwarze.“


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Queen: Darum war ihr Live-Aid-Konzert nicht wirklich spektakulär

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