Michael Jackson: Fans wollen kein „Michael Forever Tribute“


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Das hat man in der Geschichte der Popmusik selten gesehen: Hunderttausende Michael-Jackson-Fans, verstreut über den gesamten Globus, haben einen offenen Brief an den Veranstalter des Gedenkkonzerts „Michael Forever Tribute“, Global Live Events, geschrieben. Damit protestieren 35 Michael-Jackson-Fanclubs gegen das Konzert, das am 8. Oktober in Wales stattfinden soll. Der Event ist ihrer Meinung nach „zum Scheitern verdammt“.

Auslöser des Ärgers war der geplante Auftritt von Kiss. Deren Bassist Gene Simmons hatte den „King of Pop“ in einem Interview der Pädophilie bezichtigt. Nach einem Tag wurden Kiss wieder vom Line-up gestrichen. Doch das schien den Fans nicht genug zu sein: „Ihre Entschuldigung kommt zu spät und ist eindeutig zu wenig. Sie löst die Probleme nicht, die wir mit dem Tribute haben.“

Nicht nur wegen des Kiss-Fauxpas fühlten sich die Fans auf die Füße getreten: Auch die hohen Ticketpreise seien ein Kritikpunkt. Zudem sei weiterhin unklar, welchen wohltätigen Organisationen die Erlöse des Konzerts zugute kämen. Auch könne der Veranstalter nicht für den definitiven Auftritt der Künstler garantieren – im Worst Case stünden also tausende MJ-Fans also vor einer leeren Bühne. Als wäre das alles noch nicht genug, findet das Konzert auch noch zur selben Zeit statt wie der Prozess gegen Jacksons Hausarzt Dr. Murray. All das hinterlässt eine äußerst wütende Fangemeinde.

Stellen Sie sich vor, es ist Michael-Jackson-Tribute-Konzert, und keiner geht hin…

Hier geht’s zum offenen Brief, und hier gibt’s noch einen Live-Clip von MJ himself: