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15 Jahre „Invincible“ von Michael Jackson: Werkstücke aus dem Gruselkabinett

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15 Jahre „Invincible“ von Michael Jackson: Werkstücke aus dem Gruselkabinett

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>>>Ein Artikel aus dem ROLLING-STONE-Archiv (2001)

Original-Rezension zu „Invincible“ von Michael Jackson

Der König des Sackgreifens hat einen neuen Freund: Nach dem Abschied von Macauley Culkin und diversen Spielgefährten aus der Nachbarschaft sowie dem Heimgang des legendären Affen Bubbles ist Rodney Jerkins der beste Kumpel von Michael Jackson. Der korpulente Schwarze ist einer breiteren Öffentlichkeit nicht bekannt als Song-Wart von Britney Spears und Zampano am Computer. Jerkins hat an der Hälfte der Songs von “Invincible” herumgebastelt, bis vom R&B nur noch der Rhythmus blieb.

Lustigerweise erscheint Michael immerhin noch als Ko-Autor und “Executive Producer” dieser Werkstücke aus dem Nerd-Labor. Zu gern wäre man dabeigewesen, wie der Jerkins – mühelos genialer als das alte Wunderkind – den Jackson über den Tisch zog. Die angeblich 125 Dollar, die der Gefräßige täglich für Fast Food in Rechnung stellte, können die 30 Millionen Dollar Produktionskosten nicht verursacht haben. Die Musiker auch nicht – Michael hat sie abgescharrt. Dafür dankt er auf vier Booklet-Seiten den Kombattanten (die auch gleich zurückdanken), vor allem aber den sehr vielen amerikanischen Studios, in die er mal den Fuß gesetzt hat für dieses Album, und so mancher Firma für “technical support”. Pepsi war gestern und eine Petitesse – heute hängt eine Industrie an dem kleinen Gebiet in ungefährer Höhe von Michaels… Mitte.

Retro-Eunuchen-Disco-Pop

Und die kommt noch einmal schön achtzigerjahre mäßig zum Einsatz bei “You Rock My World”, einem unglaublichen Stück Retro-Eunuchen-Disco-Pop. Im Video schwuchtelt Michael durch eine irre verruchte, vollkommen künstlich angelegte Spelunke und zieht sich “Bad”-artig den Hut ins Gesicht. Der eiskalte Engel! Jedenfalls ein Lied. Die Apparatemusik auf “Invincible” erlaubt sonst kaum eine menschliche Regung, sogar die komplett abgeschmackten Balladen klingen wie von Maschinen beatmet. Je löchriger und brüchiger der Android, der mal Michael Jackson war, desto zickiger und zackiger klingen das Breakbeat-Inferno, das Keuchen und Quietschen, die Durchhalteparolen: “Unbreakable”, “Invincible”. Alles Scheißdreck.

Der einzige wahrhaftige Song in diesem lärmenden, monotonen, toten Gruselkabinett ist das allerliebste “The Lost Children”: “This is for all the lost children/ Just think of all the lost children.” Doch die Kids haben anderes zu tun. Müssen an die Konsole. Eminem hören.

“Don’t walk away”, ruft Michael noch.

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  • Ha-He

    Also wer nach diesem Artikel den Rolling Stone noch für ein seriöses Musikmagazin hält sollte eines besseren belehrt sein. Der Artikel liest sich wie ein Klatscharttikel in der besten Anti-Michael Jackson-Zeit. Ich war damals schon kein Fan des Rolling Stone, weil es keinen neutralen und sachlich geschriebenen Artikel über Michael Jackson gab. Was haben Anspieleungen mit seiner Nase, Sackgreifen und Gruselkabinett mit einer sachlichen Kritik zu seinem Album zu tun?
    Nach Michael Jacksons ableben hat sich der Rolling Stone stets bemüht uns Fans das Geld aus der Tasche zu ziehen, mit Sonderausgaben, Titelgeschichten und war stets bemüht positiv bis neutral zu schreiben. Aber, liebe Michael Jackson Fans, lasst euch nicht blenden, dieser Artikel spiegelt die wahre Meinung des Rolling Stone über Michael Jackson wieder.
    Ich gebe für meinen Teil schon seit langen kein Geld mehr für Rolling Stone Inhalte aus. Peinlich, dass man ausgerechnet so eine Kritik ausgegraben hat, aber wenn es nichts anderes gibt muss man offebar darauf zurück greifen.

  • Ha-He

    Also wer nach diesem Artikel den Rolling Stone noch für ein seriöses
    Musikmagazin hält sollte eines besseren belehrt sein. Der Artikel liest
    sich wie ein Klatscharttikel in der besten Anti-Michael Jackson-Zeit.
    Ich war damals schon kein Fan des Rolling Stone, weil es keinen
    neutralen und sachlich geschriebenen Artikel über Michael Jackson gab.
    Was haben Anspieleungen mit seiner Nase, Sackgreifen und Gruselkabinett
    mit einer sachlichen Kritik zu seinem Album zu tun?
    Nach Michael
    Jacksons ableben hat sich der Rolling Stone stets bemüht uns Fans das
    Geld aus der Tasche zu ziehen, mit Sonderausgaben, Titelgeschichten und
    war stets bemüht positiv bis neutral zu schreiben. Aber, liebe Michael
    Jackson Fans, lasst euch nicht blenden, dieser Artikel spiegelt die
    wahre Meinung des Rolling Stone über Michael Jackson wieder.
    Ich gebe
    für meinen Teil schon seit langen kein Geld mehr für Rolling Stone
    Inhalte aus. Peinlich, dass man ausgerechnet so eine Kritik ausgegraben
    hat, aber wenn es nichts anderes gibt muss man offebar darauf zurück
    greifen.