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Michael Jackson: Leibarzt seit dem 27. September vor Gericht


Alt sieht er beim Prozessauftakt aus, alt und auch ein bisschen traurig. Der ehemalige Leibarzt Michael Jacksons, Dr. Conrad Murray, wischt sich eine Träne aus dem Gesicht (Foto), als sein Prozess wegen fahrlässiger Tötung des Popstars gestern in Los Angeles begonnen hat. Jackson war am 25. Juni 2009 an einer Mischung aus dem Narkosemittel Propofol und dem Beruhigungsmittel Lorazepam gestorben.

Die Verantwortung liegt bei Murray – da sind sich zumindest Fans und Familie des „King of Pop“ einig. Staatsanwalt David Walgren wirft dem Arzt im Verlauf des ersten Verhandlungstages „grobe Fahrlässigkeit“ vor und zeigt außerdem ein Bild von Michael Jacksons leblosen Körper auf einer Krankentrage. Murray bestreitet nicht, Jackson mit dem Narkosemittel behandelt zu haben, weist aber jegliche Schuld von sich: Er habe Jackson nur auf dessen ausdrücklichen Wunsch mit Propofol behandelt und ihm die tödliche Dosis auch nicht verabreicht.

Murrays Anwalt erkläre dem Gericht außerdem, dass Jackson ohne das Wissen des Arztes gehandelt habe: „Er starb so schnell, dass er nicht einmal die Zeit hatte, seine Augen zu schließen.“ Der Arzt konnte nur noch Jacksons Tod feststellen.

Bisher wurde erst ein Zeuge gegen den 58-jährigen Arzt angehört. Der Regisseur Kenny Ortega war für die „This Is It“-Tour im Jahr 2009 verantwortlich gewesen und sagte vor Gericht aus, dass Jackson in den Tagen vor seinem Tod bereits schwach und unsicher gewesen sei. „Ich machte mir große Sorgen um Michael“, so Ortega.

Sollte Conrad Murray verurteilt werden, drohen ihm bis zu vier Jahre Haft. Vor dem Gerichtsgebäude haben sich währenddessen etwa 300 Fans versammelt und beschimpfen ihn als „Monster“ und „Tier“. Natürlich war auch der gesamte Jackson-Clan zugegen, die Kinder des Sängers blieben dem Prozess allerdings fern. Sie hätten den Tod ihres Vaters noch nicht überwunden, so Katherine Jackson.

Der Prozess gegen Conrad Murray wird live im US-Fernsehen und im Internet übertragen.



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