Michael Jacksons Produzent Quincy Jones: “Legalise Marijuana!”


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Quincy Jones, der legendäre Produzent von Michael Jacksons besten Alben “Off the Wall” und “Thriller”, gab dem Guardian ein manchmal wirres, insgesamt aber sehr unterhaltsames Interview.

Darin fordert der inzwischen 81-Jährige unter anderem die Freigabe von Marihuana, warnt aber vor härteren Drogen wie Kokain, da sie “die Gewaltbereitschaft steigern”. Bestes Beispiel laut Jones: Adolf Hitler. Der sei, genau wie alle anderen Nazi-Größen, “ständig auf Koks” gewesen. Das hätte ihm einst die Regisseurin Leni Riefenstahl beim Lunch verraten.

In seichteren Passagen spricht Jones über seine Angst vor Michael Jackson Schlange “Muscles” (“Das Vieh wickelte sich um mein Bein.”), lobt den Fender E-Bass als eine der wichtigsten Errungenschaften der modernen Musik (“Ohne den hätte es weder Rock’n’Roll noch Motown gegeben.”) und nennt U2s Bono seinen “kleinen Bruder, der Live-Aid ins Leben gerufen hat”.

Spätestens da irrt Quincy Jones allerdings, denn Live Aid war 1985 eine Aktion von Bob Geldof. Aber in Anbetracht der nächtlichen Uhrzeit, zu der das Interview geführt wurde (1 Uhr 15!), sei das verziehen. Immerhin sind Bono und Geldof beides Iren.

Weitere Highlights: Jones will kein iPhone 6 (“Man hat es mir geschickt, aber ich will es nicht. Ich will nicht ständig erreichbar sein.”), sieht den Schauspieler Terence Howard als adäquate Besetzung für seine Biografie, die Clint Eastwood verfilmen will, und plant zusammen mit einem chinesischen Telekom-Riesen nicht weniger als die Rettung der Musikindustrie.