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„Morgen ist das raus oder ich komme wieder“ – Wie der Rapper Fler und seine Fans die „Welt“ bedrohen

Aus „Welt Online“, 21. November 2014.

Am Donnerstag veröffentlichte die „Welt“ eine Glosse von mir. Der deutsche Rapper Fler hatte Auszüge aus seinem polizeilichen Führungszeugnis veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass er zu einer Geldbuße von 120 Tagessätzen zu je 40 Euro verurteilt wurde. Ich nahm es zum Anlass für eine Satire auf die amtliche Finanzsituation der deutschen Rapszene. Im Internet passierte dann das.

19. November 2014, 14:36 Uhr, 5EuroSchlaucher: „Die welt ist schon so ein richtiger hurensohn! Wie die sich über rap lustig machen ncncnc“.

19. November 2014, 14:59 Uhr, 5EuroSchlaucher: „@Swagonaut47 mach ne bestimmte Uhrzeit aus, dann ficken wir diese bastarde“.

19. November 2014, 15:17 Uhr, 5EuroSchlaucher: „@welt Ich erteile euch weddingverbot ihr kelbs!“

Kelb heißt auf Arabisch Hund, steht jedenfalls in einem Forum. Fler selber meldet sich erst später zu Wort.

19. November 2014, 16:58 Uhr, FLER: „@totalreporter @welt Hab ich mal deine Frau gebangt? Warum so sauer? Ich geh jetzt Steak essen du Pleitegeier! Hahahahaha“.

Ich selber antworte.

19. November 2014, 17:06 Uhr, totalreporter: „@FLER @welt Ist bei Maredo Happy-Hour?“.

19. November 2014: 17:08 Uhr, 5EuroSchlaucher: „@totalreporter @FLER @welt Ich werde dir die Finger abschneiden du Hundesohn! #abwarten“.

Die erste wirklich ernst zu nehmende Drohung. Dann wieder Fler.

19. November 2014, 17:16 Uhr, FLER: „@totalreporter Sehen uns bald! Versprochen! #impressum“.

Fler möchte mich offensichtlich besuchen kommen. Seine Fans wollen lieber schimpfen.

19. November 2014, 17:23 Uhr, perverserGolfer: „@totalreporter Du dreckiger Hurensohn“.

19. November, 17:23 Uhr, abupatrickRU: „@totalreporter @fler @welt Freu dich schon mal auf die Suppe aus der Schnabeltasse“.

Um kurz vor sechs klingelt es zu Hause. An meiner Wohnungstür. Über die Sprechanlage ist nichts zu hören. Wenige Sekunden später stellt der Rapper Fler ein Bild meiner Berliner Haustür ins Internet.



Echter Deadhead-Duft: Neues Deodorant riecht nach Grateful Dead

Haben Sie sich immer schon gefragt, warum es eigentlich kein Deodorant gibt, das nach Grateful Dead riecht? Eben. Genau deshalb ist es ein kleiner Überraschungscoup, wenn das Körperpflege-Unternehmen North Coast Organics gemeinsam mit der Band fünf „einzigartig duftende“ Deodorants auf den Markt bringt. Jedes Deodorant soll strengen Bio-Richtlinien genügen und 100 Prozent vegane Inhaltsstoffe enthalten, wie das Unternehmen mitteilte. Zu den limitierten fünf Düften gehören „Skull and Roses“ (Lavendel und Rose), „Sunshine“ (Blutorange und Bergamotte), „Timber“ (Douglastanne und Salbei), „Workingman's“ (Zedernholz und Wacholder) und eine unparfümierte Variante. https://www.instagram.com/p/CBR26csjv6G/?utm_source=ig_embed Grateful Dead stehen für gesellschaftliche Verantwortung „Ich bin seit 1999 ein Deadhead“,…
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