Die 100 besten Motown-Songs: Das ultimative Ranking

Die 100 besten Motown-Songs: Von „My Girl“ bis „Superstition“ – Soul, Funk und Geschichte des „Sound of Young America“

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Empfehlungen der Redaktion

75. The Supremes, „Bad Weather“ (1973)

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Nachdem Diana Ross sich solo aufgemacht hatte, gingen die meisten davon aus, dass die Supremes einfach verschwinden würden. Doch die Damen machten sich mit der neuen Sängerin Jean Terrell wieder an die Arbeit und produzierten weiterhin Hits.

„Bad Weather” ist heute seltsamerweise in Vergessenheit geraten, aber es ist ein glorreicher Vorgeschmack auf den Funk der traurigen Mädchen an regnerischen Tagen der frühen 1970er Jahre.

Stevie Wonder schrieb ihn für sie und orientierte sich dabei am Memphis-Sound von Al Green und Willie Mitchell – bis hin zu den süß-sauren Bläsern und Jazzakkorden. Man könnte argumentieren, dass die Supremes der 70er Jahre denen der 60er Jahre in nichts nachstehen. Und „Bad Weather“ ist der beste Beweis dafür. —R.S.

74. Teena Marie, „Square Biz“ (1980)

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Hip-Hop eroberte die Popkultur, als „Rapper’s Delight“ von der Sugarhill Gang Anfang 1980 in die Top 40 kam. Teena Marie gehörte zu denen, die darauf aufmerksam wurden und integrierte 1981 in ihrem Hit „Square Biz“ ein fröhliches, wildes Rap-Intermezzo.

„Ich bin weniger als 1,55 m groß, wiege 45 kg und habe jede Menge Spaß/Ich mag raffinierten Funk/Ich lebe von Dom Perignon, Kaviar und Filet Mignon/Und du kannst mir glauben, dass das Quatsch ist. “ Die alberne Prahlerei trägt zur festlichen Atmosphäre von „Square Biz“ bei, einem Hard-Funk-Workout mit seismischen, knallenden Bassläufen und komplexen Bläserarrangements.

Selbst eine seltsame, dröhnende Abschweifung, die in einem Tonfall vorgetragen wird, der vermuten lässt, dass Marie einen Roboter-Overlord imitiert, kann nicht verhindern, dass dieser Song abhebt. —E.L.

73. Stevie Wonder, „My Cherie Amour“ (1969)

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Es ist schwer zu entscheiden, was fröhlicher ist. Die Bläser im Intro oder Wonders „la la la’s“. Aber zusammen ergeben sie einen Sunshine-Soul-Pop, wie er nur 1969 existieren konnte. Der Titel, der ursprünglich nach Wonders Freundin „Oh, My Marsha” hieß, wird gekonnt in Almost Famous eingesetzt, als Penny Lane eine Überdosis Quaaludes nimmt und im Plaza eine Magenspülung bekommt.

Das fröhliche Tempo steht im Kontrast zu dem peinlichen Moment, in dem ihre Absätze zu den euphorischen Bläsern über die Marmorfliesen gleiten. Sehr rockig. —A.M.

72. Diana Ross and the Supremes, „Love Child“ (1968)

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Diana Ross stand kurz vor dem Durchbruch als Solokünstlerin, als sie „ Love Child” aufnahm, das ohnehin eine Solo-Single war, da es eine der ersten Aufnahmen der Supremes war, auf der keine anderen Supremes zu hören waren.

In dem Song, einem ihrer ersten Ausflüge in das reifere Soul-Musik-Territorium, erzählt sie die Geschichte eines unehelichen Kindes, das von Schuldgefühlen geplagt, von seiner Mutter (und der Gesellschaft) verachtet und von seiner eigenen Existenz beschämt ist.

Natürlich klang es nicht annähernd so dickensianisch, da die Produktionsgruppe The Clan es mit funky Gitarren, schmalzigen Streichern und Glockenspiel untermalte und Ross‘ unermüdliche Anmut es charmant klingen ließ. Es ließ sie auf die bestmögliche Weise „anders als die anderen“ klingen. —K.G.

71. The Commodores, „Easy“ (1977)

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Gab es jemals einen sanfteren Trennungssong als „Easy“? Lionel Richie „weiß, dass es komisch klingt“, aber hey, er geht, also kann er genauso gut einen angenehm trägen Piano-Groove spielen und seine Geliebte an diesem heiligen Tag wieder in den Schlaf wiegen.

Er will einfach nur high (so high) und frei sein. Und mal ehrlich, wer könnte einen so süßen Abschied ablehnen? „Das Gefühl von ‚Easy like Sunday morning‘ trifft auf jeden zu, der in einer kleinen Stadt im Süden lebt“, sagte er einmal gegenüber Spin.

„Das habe ich irgendwie aus meinen eigenen Erfahrungen gelernt. Das war Lionel Richie aus Tuskegee, Alabama, wo es so etwas wie Partys um vier Uhr morgens nicht gibt.“ —K.G.