Die 100 besten Motown-Songs: Das ultimative Ranking

Die 100 besten Motown-Songs: Von „My Girl“ bis „Superstition“ – Soul, Funk und Geschichte des „Sound of Young America“

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Empfehlungen der Redaktion

55. The Temptations, „Just My Imagination (Running Away With Me)“ (1971)

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Nachdem die Temptations ihren Kurs in Richtung funkigerer, härterer Songs wie „Psychedelic Shack“ und „Ball of Confusion“ geändert hatten, war „Just My Imagination“ eine süße Anspielung auf den klassischen Sound der Gruppe.

Zwischen den zitternden, schwebenden Streichern des Detroit Symphony Orchestra und den honigsüßen Harmonien der Tempts träumt Sänger Eddie Kendricks davon, mit einem Mädchen aus der Nachbarschaft auszugehen, das weit außerhalb seiner Liga liegt. Es fühlt sich so real an. „Aber es ist nur meine Fantasie, die mit mir durchgeht“.

Der Song ist einer von Kendricks’ besten Gesangsstücken. Otis Williams von den Tempts erinnert sich, dass er die ganze Nacht aufgeblieben ist, um ihn perfekt hinzubekommen. Aber als er auf Platz eins landete, hatte Kendricks, der von den Temptations enttäuscht war, die Gruppe bereits verlassen. —K.G.

54. The Marvelettes, „The Hunter Gets Captured by the Game“ (1967)

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In der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt. Eine Erkundungsmission verwandelt sich in eine romantische Falle in dem Hit „The Hunter Gets Captured by the Game“ der Marvelettes. „Heimlich habe ich dich verfolgt, wie ein Fuchs, der ein Kaninchen jagt“, singt Wanda Young. „Ich musste dich haben. Also wusste ich, dass ich deine Gewohnheiten und Verhaltensweisen kennenlernen musste.“

Smokey Robinson schrieb den Song, und die Sprache ist durchweg düster. Selbst als sich das Kaninchen gegen den Fuchs wendet, wird die Liebe mit einem „plötzlichen Schlag“ verglichen.

Aber Youngs Gesang ist makellos unbeschwert, und die Musik ist leicht swingend und von hellen Streichern begleitet. In dieser Version leben Kaninchen und Fuchs glücklich bis ans Ende ihrer Tage. —E.L.

53. Jr. Walker and the All Stars, „Shotgun“ (1965)

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Als Junior Walker im El Grotto Club in Battle Creek, Michigan, einige Leute sah, die beim Tanzen spielerisch mit Zeigefinger und Daumen aufeinander schossen, kam ihm eine Idee. Im Studio nahm diese Idee Gestalt an in Form von stotternden Drum-Fills, Orgelklängen und Walkers stilvoll hyperaktivem Saxophon, das wie ein Mann hin und her huscht, der versucht, sich vor Schüssen in Deckung zu bringen, ohne seine Schuhe zu beschmutzen. (Das anfängliche „Knallen” ist das Geräusch, das entstand, als Gitarrist Eddie Willis versehentlich gegen seinen Verstärker trat.)

Die All Stars legen sich so richtig ins Zeug. Als wollten sie zeigen, wie weit man mit nur einem Akkord kommen kann. Ziemlich weit, wie sich herausstellte. Dieser Song aus dem Jahr 1965 erreichte Platz eins der R&B-Charts und war in den Top 10 der Billboard Hot 100. —K.H.

52. Barrett Strong, „Money (That’s What I Want)“ (1959)

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Hier beginnt alles. Der erste Hit von Motown, geschrieben von Berry Gordy und Janie Bradford im Jahr 1959, bietet einen Fahrplan für die Zukunft des Labels. Der Text fasst Motowns Streben nach kommerziellem und künstlerischem Erfolg zusammen, während die Basslinie des Klaviers R&B in Echtzeit zu Pop werden lässt.

Dies war Strongs einziger Hit als Künstler. Aber nicht das Ende seiner musikalischen Karriere. Nachdem er sein Glück als Sänger bei anderen Labels versucht hatte, kehrte er zu Motown zurück, um sich als Teil eines brillanten hauseigenen Songwriter-Duos mit Norman Whitfield einen Namen zu machen. —K.H.

51. Michael Jackson, „Got to Be There“ (1972)

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„Got to be there in the morning/And welcome her into my world” (Ich muss morgens da sein/Und sie in meiner Welt willkommen heißen), sang der 13-jährige Michael Jackson auf seiner ersten Solo-Single, begleitet von seinen Brüdern und einem üppigen Vocal-Arrangement von Willie Hutch.

Michaels Stimme war noch süß und jugendlich, aber die Stimmung und der opulente Sound waren eine Anspielung auf die R&B-Balladen für das Publikum. Es war der Beginn einer neuen Ära für Michael, der auf einem Album erschien, auf dem er auch Carole King und Bill Withers coverte. —J.D.