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Mumford & Sons: Neuer Song „I Will Wait“

„Eigentlich ist es der schlechteste Song auf dem Album, aber wir dachten uns, den bringen wir jetzt raus, damit es dann nur noch besser werden kann“, eröffnete Ben Lovett von Mumford & Sons am gestrigen Abend gut gelaunt und natürlich scherzend die Radio One Show. Ihr Song „I Will Wait“ vom zweiten Album „Babel“ feierte Radiopremiere und da die Veröffentlichung des Albums erst für den 24.09. angesetzt ist, wurde gespannt gelauscht – immerhin hatten Mumford & Sons kürzlich erst einen mysteriösen Trailer veröffentlicht und eine klangliche Mischung aus Nick Drake und Black Sabbath versprochen.

„I Will Wait“ zeigt sich nun aber doch im klassischen Mumford & Sons-Gewand: stampfende Percussion, wilde Banjo-Stürme, chorale Refrain-Gesänge und das scheinbar gebrochene Herz von Sänger Marcus Mumford. „Wir hatten nicht vor, irgendetwas vollkommen neues zu schaffen, immerhin sollte man sich auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen“, erklärt Lovett den vertrauten Sound und die Entscheidung für Produzent Markus Dravs (Arcade Fire, Coldplay), der mit der Band zuvor an „Sigh No More“ arbeitete.

Das Video zu „I Will Wait“ ist zwar äußerst sparsam gehalten, eröffnet aber das „On The Road“-Thema des Albums.

„Die Straße rieb und scheuerte sich direkt in das Album hinein. Es ist sehr lebendig. Wir alle waren lang weg von zu Hause, was sich demnach natürlich als Thema anbot. Es ist etwas, das wir alle unterwegs teilten und das uns sehr zusammenschweißte“, zeigt sich Lovett im Gespräch mit dem Rolling Stone stolz auf den „natürlichen Fortschritt“.

Aber das ständige Touren hat natürlich auch Schattenseiten, weshalb einige Titel weitaus düsterer als zuvor klingen werden. „My Love Don’t Fade Away“ und „Ghosts That We Knew“, die Mumford & Sons bereits auf den vergangenen Konzerten spielten, sind verzweifelte Gesuche nach Kameradschaft in harten Zeiten, in „Below My Feet“ trauert Marcus Mumford um eine geliebte Person und singt weinend: „For all my sweat, my blood runs weak“. Die versprochene Black Sabbath-Note zeigt sich dann wohl in „Lover Of The Light“, denn mit Hörnern, verzerrten Banjos und übermütigen Percussionen zeigen sich Mumford & Sons härter denn je.



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Eigentlich gibt es hier nichts zu mäkeln: Auf der Platte hört man feisten Bluesrock, schwer drückend und manchmal in psychedelische Sphären driftend, ganz nach der Mode der Zeit und bestimmt nicht schlechter als bei der Konkurrenz. Aber eben auch nicht besser. Dabei hatte man sich genau das nach der Papierform versprochen, denn bei Blind Faith handelt es sich immerhin um die erste gecastete Supergroup, zusammengesetzt aus den Handwerksmeistern der Zunft. Von Cream kamen Eric Clapton und Ginger Baker, von Traffic holte man Steve Winwood. Der Family-Bassist Rick Grech füllte die Reihen auf. Ein Zweckbündnis, das immerhin dieses eine Album lang…
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