Nebelhexë-Sängerin Andrea Haugen unter Terror-Opfern in Norwegen


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Andrea Haugen (geborene Meyer), deutsche Metal-Musikerin und Autorin, war unter den fünf Menschen, die letzte Woche bei einem Anschlag im norwegischen Kongsberg ihr Leben verloren.

Haugen war vor allem bekannt geworden durch ihre Projekte unter den Pseudonymen „Nebelhexë“, „Andrea Nebel“ und „Hagalaz‘ Runedance“.

Mutmaßlicher Täter gesteht Mordanschläge

Die norwegische Polizei erklärte Montag (18. Oktober 2021), dass ein 37-jähriger Däne die Morde gestanden hat. Der Täter hatte bei dem Angriff am vergangenen Mittwoch, den 13. Oktober 2021, zunächst mit Pfeil und Bogen scheinbar wahllos auf Menschen geschossen und diese anschließend mit einer nicht näher bezeichneten Waffe ermordet. Der mutmaßliche Täter sitzt nun in Gewahrsam und wird wegen fünffachen Mordes angeklagt. Die norwegische Polizei kündigte an, die Liste der Anklagepunkte im Laufe der Ermittlungen erweitern zu wollen.

Opfer scheinbar wahllos ausgewählt

„Bislang deutet alles darauf hin, dass die Opfer wahllos ausgewählt wurden“, sagte Polizeiinspektor Per Thomas Omholt in einer Erklärung und fügte hinzu, dass die Polizei etwa 60 Zeugen befragt habe. Die Polizei nennt die 52-jährige Haugen als eines von vier weiblichen Opfern. Ein 75-jähriger Mann kam ebenfalls bei dem Angriff ums Leben. Laut Norwegischen Berichten lebten alle Opfer in der gleichen Straße in Kongsberg und gehörten der lokalen Künstlerszene an.

Tat sorgt für Fassungslosigkeit und Anteilnahme

Haugen war bekannt für die Veröffentlichung heidnischer Musik unter den Namen „Nebelhexë“, „Hagalaz‘ Runedance“ und „Andrea Nebel“. Sie wirkte auch auf dem 1994 erschienenen Album „The Principle Of Evil Made Flesh“ von Cradle Of Filth und auf „Nemesis Divina“ von Satyricon im Jahr 1996 mit. Seit die Nachricht von ihrem Tod bestätigt wurde, wurden zahlreiche öffentliche Trauerbekundungen abgegeben. Dani Filth von Cradle Of Filth schrieb, dass sie „traurig vermisst“ werden würde „und unsere tief empfundene Liebe und unser Mitgefühl an ihre Verwandten geht“.

 

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Der Anschlag von Norwegen sorgte weltweit für Aufsehen und erzeugte eine hohe Anteilnahme, wie zahlreiche Tweets und Trauerbekundungen bezeugen.