Neues Album und Tourdaten: Alles, was man über das Gorillaz-Comeback wissen muss


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Fast sechs Jahre lang mussten Fans der Gorillaz ohne neues Material der Comic-Clique auskommen, doch aktuell scheinen alle Zeichen auf Neuanfang zu stehen: Die animierte Band um Damon Albarn und Jamie Hewlett macht sich im Allgemeinen eher rar, wenn es um Hintergrundinformationen geht, besteht sie offiziell ja auch aus den vier Comicfiguren Noodles, Murdoc, Russel und 2D. Einige Hinweise auf ein bevorstehendes Comeback ließen sich in den letzten Jahren allerdings doch erahnen.

In einem Interview sagte Albarn 2015, er wolle im letzten Drittel des Jahres die Arbeit an einem neuen Album aufnehmen und freue sich darauf, „fünf Tage die Woche im Studio zu verbringen“. Genug Zeit wäre also gewesen, bis heute eine beträchtliche Menge neuer Songs zustande zu bringen – obwohl die Gorillaz kein wirkliches Zeitfenster zu haben scheinen, was die Erschaffung ihrer Musik betrifft. Das 2010 erschienene „Plastic Beach“ kostete die Band über 17 Monate Arbeit, wohingegen ihre „aktuelle“ Platte, „The Fall“, während einer Tour quasi nebenbei mithilfe eines iPads aufgenommen wurde.

Gorillaz wollen nichts überstürzen

Der schöpferische Zeichner der Bandmitglieder, Jamie Hewlett, hatte bereits vor einiger Zeit angekündigt, dass „2016 das Jahr der Gorillaz“ werde, ruderte später jedoch zurück und erklärte, das neue Album könnte etwas länger dauern als erwartet. Ein Fan will von Hewlett persönlich erfahren haben, dass das Veröffentlichungsdatum auf ‚irgendwann in diesem Jahr‘ verschoben wurde und dass die Platte „echt verdammt besonders“ sei, aber man eben deshalb auch nichts überstürzen solle.

Am 20. September vergangenen Jahres bekamen auch die Social Media-Kanäle der Crew wieder Leben eingehaucht, unter anderem durch verschiedene Posts zum „Book of Noodle“, welches die Geschichte und die Zukunft des Comic-Mädchens portraitieren soll.

Aber genug der Bilder: Wie könnte ein neues Gorillaz-Album klingen?

Albarn selbst verriet bereits, es sei „sehr schnell, kraftvoll und voller Energie“. Außerdem habe er sich selbst auferlegt, „nicht unter die 125 bpm-Marke zu fallen“, also eher wieder in Richtung der Songs des zweiten Studioalbums „Demon Days“ zu gehen und den langsamen Nummern wie auf „Plastic Beach“ den Rücken zu kehren.

Benjamin Clementine im Video zum Gorillaz-Song „Hallelujah Money“
Benjamin Clementine im Video zum Gorillaz-Song „Hallelujah Money“

Auch Hewlett ist sich sicher, dass die neue Platte und insgesamt die ganze Erscheinung der Gorillaz anders werden wird: „Es wird sich was verändern – ich kann nur nicht sagen, wie. Ich kann nichts machen, was ich bereits gemacht habe, das wäre mir zu langweilig. Genauso, wie Damon sich mit seiner Musik verändert und weiterentwickelt, tue ich das auch; das Aussehen wird sich verändern.“

Wer ist an der neuen Platte beteiligt?

Jeder, der die Gorillaz kennt, weiß auch, dass sie große Freunde des Featurings sind, und so tauchen in Bezug des kommenden Albums immer wieder bekannte Namen auf, die angeblich daran mitwirken sollen: Darunter befinden sich nicht nur der britische Sänger Liam Bailey und der französische Elektromusiker Jean Michel Jarre, auch die Rap-Formation De La Soul soll eigenen Angaben zufolge wieder am Start sein, ebenso Snoop Dogg – beide hatten bereits Gastauftritte auf „Plastic Beach“.

Nicht mitarbeiten wird hingegen der im vergangenen Jahr sehr erfolgreich gewesene Produzent Kaytranada, obwohl eine Zusammenarbeit eigentlich angedacht war: In einem inzwischen gelöschten Tweet schrieb er, „ich hätte eigentlich [am Album] arbeiten sollen. Sie haben mich ein Mal angefragt, aber dann habe ich nie wieder was von ihnen gehört.“

Ein Veröffentlichungstermin des neuen Albums ist noch nicht bekannt, sehr wahrscheinlich wird er jedoch eher in die zweite Hälfte des Jahres fallen; auch ein eventueller Titel wurde bisher nicht verraten. Ebenso unkommentiert bleiben Spekulationen über eine mögliche Tour, allerdings erscheint diese im Zusammenhang mit neuer Musik nicht unwahrscheinlich zu sein – auch, weil die „Live“-Sektion auf der Homepage der Gorillaz aktuell überarbeitet und aktualisiert wird.

YouTube/Uproxx