Nile Rodgers: „Meine Liebe zu David Bowie kennt keine Grenzen“


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Nile Rodgers, der „Let’s Dance“  und „Black Tie White Noise“ mit produzierte und David Bowie ein Leben lang verbunden blieb, hat sich in einem umfassenden Statement für „Billboard“ zum Tod seines engen Freundes geäußert und begann mit den Worten: „Meine Liebe zu David kennt keine Grenzen. Es ist eine große Menge Liebe und viel Respekt, die ich für ihn hege.“

Rodgers hatte dafür gesorgt, dass der britische Musiker mit „Let’s Dance“ zum ersten Mal Platin in den USA erreichte und mit dem gleichnamigen Song einen unsterblichen Hit ablieferte. Insgesamt schafften es vier Singles aus der Platte in die Billboard-Charts. Der Mitbegründer von Chic ging in seinem Nachruf sogar soweit, zu sagen, dass Bowie in seinem Leben eine ähnliche Bedeutung hat wie sein Bandkollege Bernard Edwards.

Für Rodgers ist es immer noch erstaunlich, dass Bowie sich ausgerechnet in einem Moment seiner Karriere an ihn wendete, als er eigentlich nur noch mit Flops zu kämpfen hatte. „Man sagte mir damals, dass meine Musik scheiße ist. Keiner wollte mit mir reden. Und dieser Typ, David Bowie, der ein Rock-Gott ist, sagt sich: ‚Ich will ihm nicht nur eine Chance geben – ich glaube auch fest an ihn.‘ Das ist wirklich unglaublich“, so der 63-Jährige.

In dem Billboard-Gespräch nahm Rodgers auch Bezug auf die Krebserkrankung seines verstorbenen Freundes und reflektierte dabei auch seine eigenen Erfahrungen mit Krebs. „Weil ich selbst seit fünf Jahren mit Krebs zu kämpfen habe, wäre ich jede Minute für David da gewesen, wenn ich auch nur eine leise Ahnung von seiner Krankheit gehabt hätte“, so der Musiker. 

„Den wichtigsten Rat, den mir Freunde gaben, die ebenfalls mit Krebs zu tun hatten, ist die unglaubliche Maschinerie der Unterstützung, die dazugehört. Ich wäre wirklich da gewesen. (…) Was ich respektiere, ist, dass jeder auf seine Art mit der Krankheit umgeht. Ich würde deshalb niemanden dafür kritisieren, wenn man darüber schweigt, um dann zu machen, was immer man will – denn die Sache ist einfach fürchterlich.“

Etwas wehmütig ums Herz wird es Rodgers dann doch, wenn er darüber nachdenkt, wie viele Freunde und Musikerkollegen er in den letzten Jahren verloren hat. „Eine Menge Freunde von mir sind bereits gestorben. Von Stevie Ray Vaughan über Bernard Edwards bis hin zu Tony Thompson. Und nun David Bowie. Ich fühle mich irgendwie, als würden sie nun nur noch darauf warten, um mich zu holen. Sie warten darauf, mich für ein weiteres Projekt ins Boot zu holen. Klingt das nicht verrückt?“



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