Kritik: No Doubt drehen die Zeit zurück beim Auftakt ihrer Sphere-Residency
Die Setlist glänzte mit Raritäten – darunter die erste Performance von „Tragic Kingdom“ seit 2009.
No Doubt haben ihre Residency in der Sphere in Las Vegas am Mittwoch eröffnet – mit einem nostalgiereichen Set voller Raritäten.
Die Band – Gwen Stefani, Bassist Tony Kanal, Gitarrist Tom Dumont und Drummer Adrian Young – eröffnete den Abend mit dem Titeltrack des 1995er Albums „Tragic Kingdom“, den sie zuletzt 2009 gespielt hatten. „Spiderwebs“, normalerweise für das Ende jedes Sets reserviert, erklang bereits als fünfter Song – ein untrügliches Zeichen, dass dieser Abend etwas Besonderes werden würde.
Der Rest des Sets umfasste geliebte Hits wie „Underneath It All“ und „Don’t Speak“ sowie tiefe Album-Cuts wie „The Climb“ (erstmals seit 1997) und „Trapped in a Box“ (seit 2002). Den Abschluss bildeten „Just a Girl“ und „Sunday Morning“.
Blake Shelton vermisst seine Frau
Im Colosseum des Caesars Palace sprach Blake Shelton derweil über Stefani – und darüber, dass er die Show seiner Frau verpasst, weil er selbst auf der Bühne steht. „Sie ist dort drüben, in der anderen Venue“, sagte er dem Publikum und scherzte, sein Manager sei schuld daran, das Paar „an exakt denselben Abenden, jeden einzelnen Abend“ gebucht zu haben.
Vor dem Sphere-Auftakt hatten die Mitglieder von No Doubt in Interviews angedeutet, dass die Residency stark auf Nostalgie setzen würde. Stefani sagte Jimmy Fallon in der „Tonight Show“, die Residency sei wirklich für die Fans. „Ich möchte, dass die Leute kommen und sich wirklich nostalgisch fühlen, als wären sie in der Zeit zurückgereist“, sagte sie. „So nach dem Motto: ‚Erinnert ihr euch? Erinnert ihr euch, Leute? Das haben wir damals zusammen erlebt.’“
In einem kürzlich erschienenen ROLLING-STONE-Interview bestätigte Drummer Young, dass sie „sowohl die Musik als auch die Ästhetik“ von „Tragic Kingdom“ wieder aufleben lassen würden. „Davon ist definitiv mehr im Set als in den letzten Jahren“, sagte er. „Ich will nicht zu viel verraten, aber es hat eine nostalgische Note.“
Dumonts Rückkehr auf die Bühne
Die Show markierte zugleich Dumonts ersten Auftritt, seit er öffentlich gemacht hatte, an früh einsetzendem Parkinson erkrankt zu sein. „Die gute Nachricht ist, dass ich immer noch Musik machen kann, immer noch Gitarre spielen kann“, sagte Dumont in seiner Ankündigung letzten Monat. „Es geht mir wirklich gut. Ich wurde sehr von anderen Menschen inspiriert, die in den sozialen Medien über ihre gesundheitlichen Probleme gesprochen haben. Ich glaube, das hilft, ein Stück Stigma abzubauen, und schärft natürlich das Bewusstsein – und Bewusstsein ist wirklich wichtig für Prävention und Forschung.“
Nach der ursprünglichen Ankündigung der Residency im Oktober 2025 hat No Doubt sechs weitere Termine hinzugefügt, sodass die Reihe nun insgesamt 18 Shows umfasst. Die letzte Show findet am 13. Juni statt; Tickets sind hier erhältlich.